Vorstoß für dringend benötigtes Personal

Bildungsministerin Streicher-Clivot und GEW fordern zusätzlich mindestens 300 LehrerInnen einzustellen. Hier die Pressemitteilung der GEW:

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland, begrüßt die Initiative von Bildungsministerin Streichert-Clivot zusätzlich 300 Lehrerstellen im Haushalt zu schaffen. Damit wäre eine zentrale Forderung der GEW Saarland zur Entlastung der Schulen nahezu umgesetzt. Angesichts der neuen Situation an den Schulen muss die Landesregierung endlich ihrer Verantwortung gerecht werden und für eine den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen angemessene Personalausstattung der Schule sorgen.

Bereits 2018 forderte die GEW mit der Gesamtlandeselternvertretung, der Landesschülervertretung und der Landeselterninitiative für Bildung in einer gemeinsamen Resolution insgesamt 400 Planstellen zusätzlich einzurichten, damit der steigende Bedarf an den Schulen gedeckt werden kann, qualitative Verbesserungen im Unterricht und bessere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte erreicht werden können. 

 „Unsere Schulen brauchen dringend mehr Fachpersonal für qualitative Schul- und Unterrichtsentwicklung, für die dafür notwendige Beratung und Fortbildung und für die Bewältigung zusätzlicher Herausforderungen bei gleichzeitig steigenden Schülerzahlen“, so Birgit Jenni, Landesvorsitzende der GEW.

Durch die zusätzlichen Lehrerstellen wäre es möglich den Klassenteiler auf 20 Schüler*innen zu senken. Damit wäre eine weitere langjährige Forderung der GEW endlich umgesetzt. Zahlreiche Studien belegen, dass in kleineren Klassen mit ca. 20 Schüler*innen positive Effekte zu verzeichnen sind. Die Lehrer*innen können sich stärker einzelnen Schüler*innen zuwenden. Davon profitieren besonders benachteiligte Kinder. Schüler*innen nehmen häufiger aktiv am Unterricht teil und ihre Konzentration auf die Aufgaben nimmt zu. Zudem gehen Störungen des Unterrichts deutlich zurück. Positiv wirkt sich dies auch die auf die Erhaltung der Gesundheit der Lehrkräfte aus, so könnten langfristig vermehrte Krankschreibungen und Frühpensionierungen zurückgehen, die aktuell den Mangel an Lehrkräften verschärfen. 

„Ausgaben für Bildung sind Investitionen in die Zukunft“, bekräftigte Birgit Jenni, Landesvorsitzende der GEW Saarland.

Dies hat auch die Saarländische Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten: „Bildung ist der Schlüssel zu einer selbstbestimmten Lebensführung und gesellschaftlicher Teilhabe. Darüber hinaus entwickelt Bildung Potenziale für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“

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