Die Ministerpräsidentin erläutert ihr Verständnis von Mindestlohn

„… Es ist richtig, dass wir im Gegensatz zu den Linken und der SPD nicht sagen, es wird einen flächendeckenden politischen Mindestlohn geben. Absoluter Vorrang hat für uns die tarifliche Einigung. Die gibt es in verschiedenen Branchen aber nicht, so dass Lohndumping nach unten betrieben werden kann. Dort, wo sich die Tarifpartner nicht einigen, soll eine Kommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine Regelung herbeiführen. Bekommt dieses Gremium es nicht hin, plädiere ich für die Orientierung an der Lohnuntergrenze der Zeitarbeit…
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer im Interview mit Hagen Strauß, Redakteur der Saarbrücker Zeitung (11.11.2011)

Deutlicher kann man es nicht sagen. Also, bei Lohndumping soll ein Gremium aus Arbeitnehmern und Arbeitgebern versuchen, eine Einigung herbeizuführen. Wenn das nicht klappt, gibt es den niedrigsten Lohn der Zeitarbeit. Das ist geradezu eine Aufforderung an die Arbeitgeber, jede Einigung zu verhindern. Die Untergrenze Zeitarbeit ist teilweise weniger als Harz IV.

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1 Antwort zu Die Ministerpräsidentin erläutert ihr Verständnis von Mindestlohn

  1. Thomas sagt:

    Die Meinungen zum Mindestlohn gehen ja immer noch in die unterschiedlichsten Richtungen, allerdings ist die Einführung des Mindestlohnes aus meiner Sicht schon ein ganz wichtiger Schritt für die Zukunft, wobei das Thema dadurch nicht einfach beiseite geschoben werden darf. Hier muss sich auch zukünftig noch einiges mehr verändern.

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