Über PiSAAR

PiSAAR ist ein rein privates Weblog, das sich überwiegend mit den bildungspolitischen Themen des Saarlandes auseinandersetzt. Bei den veröffentlichten Texten handelt es sich ausschließlich um Meinungsäußerungen aus der Sichtweise des jeweiligen Verfassers. PiSAAR verpflichtet sich jedoch zur Einhaltung der jounalistischen Sorgfaltspflicht im Sinne des Presserechts. Das betrifft insbesondere die Persönlichkeitsrechte der Personen, über die berichtet wird. Meinungsäußerungen und Vermutungen werden eindeutig als solche gekennzeichnet und von Behauptungen abgegrenzt.

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Wozu ein Blog zur saarländischen Bildungspolitik?

Das Saarland ist das höchstverschuldete deutsche Flächenland. Es zählt inzwischen weniger als eine Million Einwohner und entspricht von der Größe her etwa dem Landkreis Osnabrück in Niedersachsen (mit 34 Gemeinden). Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern ist mehr als doppelt so groß wie das Saarland. Trotzdem sind wir (immer noch) ein eigenständiges Bundesland mit eigener Regierung, Parlament und Ministerien. Und weil Bildung in Deutschland Ländersache ist, haben wir die irrwitzige Situation, dass die politisch Verantwortlichen auch für diesen kleinen Fleck auf der deutschen Landkarte ein eigenständiges Bildungssystem basteln dürfen. Und sie haben dabei absolute Gestaltungsfreiheit (viele sagen Narrenfreiheit), eingeschränkt lediglich durch die Grenzen der eigenen Phantasie und natürlich die jeweilige Kassenlage. Kontrollinstanzen fehlen nahezu komplett. Wen interessiert schon außerhalb der saarländischen Landesgrenzen, was das kleine Land mit seinen Schulen und Hochschulen anstellt? Jeder ist im deutschen Bildungsföderalismus vorrangig mit sich selbst beschäftigt. Auch die Kultusministerkonferenz ändert daran nichts.

Eine Bewertung und Kritik saarländischer Bildungspolitik kann es also allenfalls landesintern geben. Dafür infrage kommen die jeweiligen Oppositionsparteien im Landtag, die Eltern- und Lehrerverbände und – nicht zu vergessen – die saarländische Presse. Doch gerade weil wir so ein kleines, überschaubares Land sind, wo man sich kennt, wo unendlich viele persönliche Verflechtungen, Verstrickungen und Abhängigkeiten bestehen, werden vernünftige Entscheidungen oft verhindert oder erschwert. Man streitet sich zwar trefflich, aber zum Schluss liegen die Kontrahenten dann doch nicht so weit auseinander. Für (faule) Kompromisse bleibt immer noch genug Raum. Jüngstes Beispiel: die überraschende Unterstützung der Gemeinschaftsschule durch die Partei die Linke. Auch die Lehrerverbände spielen inzwischen kaum noch eine maßgebliche Rolle, erst recht nicht, nachdem der Landesvorsitzende der stärksten Lehrergewerkschaft als schärfster Kritiker saarländischer Bildungspolitik in der Jamaika-Regierung selbst Bildungsminister wurde. Und von einer Presse mit wirklicher Wächterfunktion kann im Saarland, wo es nur eine Tageszeitung mit eindeutig konservativer Ausrichtung gibt, wohl kaum die Rede sein. Falls hier tatsächlich mal etwas passiert, was über die Landesgrenzen schwappt, sind wir mit der überregionalen Presse besser bedient.

Ein unabhängiger Blog zur saarländischen Bildungspolitik kann sich unter diesen Umständen nur vorteilhaft auswirken. Klare Worte und ungeschminkte Wahrheiten brauchen hierzulande ein Forum.
PiSAAR arbeitet gegen das Vergessen und löscht keinen einzigen Beitrag. Alles kann immer wieder nachgelesen werden.
Wir sind natürlich realistisch und machen uns keine Hoffnungen, an dem Status Quo viel zu verändern. Aber für den ein oder anderen kleinen „Pikser“ müsste es schon reichen. Auch kleine Stachel können unangenehm sein. Vor allem, wenn man sie nicht findet …

Ihre PiSAAR-Redaktion

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