Prosit Neujahr!

Der Beginn eines neuen Jahres bedeutet auch immer ein wenig Hoffnung und Zuversicht. Doch eine solche Stimmung will diesmal beim besten Willen nicht aufkommen. Es dominiert vielmehr die Angst vor dem, was in nächster Zeit noch alles auf uns zukommen könnte. Nach zwei Jahren Jamaika haben die Menschen im Saarland aufgehört daran zu glauben, dass von dieser Regierung noch etwas Positives zu erwarten ist.
Noch nie ist das Saarland so schlecht regiert worden. Noch nie war die Gier nach Macht, Geld und Privilegien so augenscheinlich zu beobachten. Laut Saarlandtrend vom November 2011 sind nach 2 Jahren mehr als zwei Drittel aller saarländischen Wählerinnen und Wähler mit dieser schwarz-gelb-grünen Landesregierung unzufrieden.
Ein Skandal jagt den nächsten. Eine gekaufte Regierung, Ghondwana, der Neubau des 4. Museumspavillons und eine sich selbst zerfleischende FDP stehen beispielhaft für Korruption, Vetternwirtschaft, Missmanagement und Intrigantentum. Nur mit Mühe (und auch mit Hilfe der wohlgesonnenen konservativen Presse) werden die Vorgänge heruntergespielt und unter den Teppich gekehrt. Zumindest juristisch soll niemand zur Verantwortung gezogen werden. Von moralischer Verantwortung ganz zu schweigen. Es geht nicht mehr um politische Glaubwürdigkeit. Dieser Politiker-Typus will (in der Hoffnung auf das Kurzzeitgedächtnis des Wählers) nur noch so lange wie möglich durchhalten, zumindest mal bis zum Ende der Legislaturperiode.
Deshalb brauchen wir uns auch nicht der falschen Hoffnung hinzugeben, dass die jetzige Regierungskoalition noch vor Ablauf ihrer Amtszeit auseinanderbrechen könnte. Auch an Rücktritte ist nicht zu denken. Der Stoff, aus dem Jamaika entstanden ist, wird Jamaika auch zusammenhalten.

Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als unseren – wenn auch bescheidenen – Widerstand nicht aufzugeben und gegen das Vergessen zu arbeiten, damit möglichst viele Menschen später an der entscheidenden Stelle „nein“ sagen werden.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen „trotz alledem“ ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2012.

Ihre PiSAAR-Redaktion

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Archiv

Spam