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	<title>PISAAR &#187; Lehrersituation</title>
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	<description>Blog zur saarländischen Bildungspolitik</description>
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		<title>Lehrerarbeitsmarkt im Saarland: Hauptsache billig!</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 14:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arno Malburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>

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		<description><![CDATA[Lehrermangel in ganz Deutschland? Nein! Da gibt es immer noch so ein kleines Bundesland im Südwesten der Republik, genannt Saarland, was sich bis jetzt tapfer gegen den Schrumpfprozess auf dem Lehrermarkt zur Wehr setzen konnte. Sogar zuviele Exemplare der Spezies Lehrkräfte scheinen sich dort noch aufzuhalten. Verlagerung von Lehrkräften statt kleinere Klassen Doch bleiben wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lehrermangel in ganz Deutschland? Nein! Da gibt es immer noch so ein kleines Bundesland im Südwesten der Republik, genannt Saarland, was sich bis jetzt tapfer gegen den Schrumpfprozess auf dem Lehrermarkt zur Wehr setzen konnte. Sogar zuviele Exemplare der Spezies Lehrkräfte scheinen sich dort noch aufzuhalten.</p>
<p><span id="more-293"></span><strong>Verlagerung von Lehrkräften statt kleinere Klassen</strong><br />
Doch bleiben wir ernst. Nach Ansicht von Bildungsminister Klaus Kessler gibt es im Moment an den Gymnasien und Erweiterten Realschulen (ERS) so etwas wie einen Lehrerüberschuss, im Fachjargon auch Überhang genannt. 42 Stellen von den Gymnasien und 33 von den ERS sollen daher umgeschichtet werden an die Gesamtschulen und berufsbildenden Schulen. Kessler zufolge habe es an den Gymnasien für die Abwicklung des doppelten Abiturjahrgangs im letzten Schuljahr insgesamt 190 Stellen mehr gegeben, von denen jetzt lediglich 42 an andere Schulformen verlagert werden müssten. Wer jedoch weiß, wie Schulen im Saarland personalisiert werden, wird an dieser Stelle sofort stutzig. Kurzfristige Personalengpässe, wie sie durch das Doppelabitur entstanden sind, wurden hierzulande noch nie durch zusätzliche Stellen ausgeglichen.</p>
<p><strong>Fiese Methoden der Personalisierung</strong><br />
Für solche Fälle gibt es das altbewährte saarländische Prinzip der Flickschusterei: Referendare werden dazu verdonnert, mehr als die Hälfte ihrer Ausbildungszeit regulären Unterricht abzudecken. Und das meistens noch an mehreren Schulen.  Inzwischen gibt es die Billigjobs auch für Lehrerstudenten, die ihr erstes Staatsexamen abgeschlossen haben und auf eine Referendarstelle warten. Sie werden gegen Hungerlohn für ein paar Stunden pro Woche an den Schulen verheizt und können in dieser Zeit darauf hoffen, irgendwann die ersehnte Referndarstelle zu bekommen. Viele warten darauf schon mehr als zwei Jahre. Der Trick: auf diese Weise sind sie an das Saarland gebunden. Sie können nicht abwandern und bleiben dem Land als billige Arbeitskräfte erhalten. So wird ihre Ausbildung künstlich in die Länge gezogen. Wenn sie Pech haben, passiert ihnen das Gleiche im Referendariat nochmal: Dort fallen unbestätigten Angaben zufolge die jungen Lehrkräfte zunehmend oft durch die Prüfung. In diesem Fall stehen sie dem Land dann ein weiteres Jahr lang als Billigkräfte zur Verfügung. Ganz schlimm sieht es wohl an den Förderschulen aus. Wer da mal „üben“ will, kann sich auch bewerben, wenn er noch studiert.<br />
Die Methoden der Personalisierung werden im Aufsteigerland an der Saar im selben Maße unverschämter, wie immer mehr junge, ausgebildete Lehrkräfte in die anderen Bundesländer abwandern.Das Saarland als ärmstes Bundesland (nach Bremen) entwickelt sich mehr und mehr zum Billig-Lohn-Sektor für pädagogisches Personal jeder Art. Obwohl abzusehen war, dass wir niemals im Wettbewerb mit den reichen Bundesländern bestehen können, hatte sich damals Ministerpräsident Peter Müller (CDU) mit den anderen CDU-Ländern vehement dafür eingesetzt, die Finanzhoheit in der Lehrerbesoldung wieder auf die Länder zu übertragen. Dabei wurden die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt bewusst in Kauf genommen.<br />
Zudem sind wir nun das erste Bundesland, das „endlich“ von G8 profitieren kann: die Jahrgangsstufe 13 ist an den Gymnasien weggefallen und braucht dementsprechend auch nicht mehr personalisiert zu werden. Nachdem man nun 8 Jahre auf diesen Moment warten musste, wird man sich diese Einsparmöglichkeit natürlich jetzt nicht entgehen lassen.</p>
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		<title>GEW Saar bezeichnet Lehrerpersonalisierung als &#8220;konzeptlose Flickschusterei&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 18:56:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arno Malburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Personalpolitik Flickschusterei]]></category>

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		<description><![CDATA[Angesichts des zunehmenden Lehrermangels bezeichnet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saar, die Einstellungspolitik der Landesregierung als &#8220;konzeptionslose Flickschusterei&#8221;. Insbesondere in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und musischen Fächern sei das Saarland nicht mehr in der Lage, angemessen zu personalisieren. Dies mache sich schon durch eine deutliche Verringerung der Bewerbungen für den saarländischen Schuldienst bemerkbar. Nach Ansicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Angesichts des zunehmenden Lehrermangels bezeichnet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saar, die Einstellungspolitik der Landesregierung als &#8220;konzeptionslose Flickschusterei&#8221;. Insbesondere in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und musischen Fächern sei das Saarland nicht mehr in der Lage, angemessen zu personalisieren. </strong><span id="more-78"></span><br />
Dies mache sich schon durch eine deutliche Verringerung der Bewerbungen für den saarländischen Schuldienst bemerkbar. Nach Ansicht der GEW betreibt die Landesregierung zunehmend eine &#8220;Patchworkpersonalisierung&#8221; nach dem Motto: Hauptsache es steht jemand vor der Klasse. In diesem Zusammenhang stehe auch die deutliche Zunahme unsozialer befristeter Verträge. Für den GEW-Landesvorsitzenden Klaus Kessler ist dies ein Skandal, weil dadurch immer mehr gut ausgebildete Lehrkräfte gezwungen seien, in andere Bundesländer abzuwandern. Kessler erinnerte auch daran, dass die saarländische Landesregierung nun offiziell beschlossen hat, die Eingangsbesoldung der Realschullehrer &#8211; außer in Mangelfächern &#8211; um 300,- Euro zu kürzen.<br />
Die GEW, so Kessler, vermisse seit Jahren ein Personalkonzept, das eine &#8220;ausgewogene, gerechte und qualitätsvolle&#8221; Versorgung der Schulen mit Fachlehrern über mehr als ein Schuljahr hinaus sicherstelle.</p>
<p>Eine Zusammenfassung der geplanten Personalisierung 2009/2010, bezogen auf die einzelnen Schulformen, sowie die entsprechenden GEW-Forderungen beinhaltet die folgende Übersicht: Note: There is a file embedded within this post, please visit this post to download the file.</p>
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