<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>PiSAAR &#187; Lehrersituation</title>
	<atom:link href="http://www.pisaar.de/category/lehrersituation/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.pisaar.de</link>
	<description>Bildungsblog Saar</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 11:12:20 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Die Gemeinschaftsschule: Überblick und Kritik</title>
		<link>http://www.pisaar.de/die-gemeinschaftsschule-ueberblick-und-kritik/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/die-gemeinschaftsschule-ueberblick-und-kritik/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 16:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaftsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerinteressen]]></category>
		<category><![CDATA[Schulreform]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pisaar.de/die-gemeinschaftsschule-ueberblick-und-kritik/</guid>
		<description><![CDATA[Die Gemeinschaftsschule ist eine Gesamtschule mit Abstrichen Bildungsminister Kessler hat am 2. November mit dem Entwurf einer Schulordnung der Öffentlichkeit erstmals die Details der Gemeinschaftsschule (GemS) vorgestellt. Die neue Schulform, so die offizielle Lesart, solle den betreffenden Schulen die Möglichkeit bieten, sich je nach Wunsch inhaltlich und pädagogisch mehr an der Erweiterten Realschule (ERS) oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Gemeinschaftsschule ist eine Gesamtschule mit Abstrichen</strong><br />
Bildungsminister Kessler hat am 2. November mit dem Entwurf einer Schulordnung der Öffentlichkeit erstmals die Details der Gemeinschaftsschule (GemS) vorgestellt. Die neue Schulform, so die offizielle Lesart, solle den betreffenden Schulen die Möglichkeit bieten, sich je nach Wunsch inhaltlich und pädagogisch mehr an der Erweiterten Realschule (ERS) oder an der Gesamtschule auszurichten. Eine solche Wahlmöglichkeit ist jedoch definitiv nicht vorhanden. Die GemS ist, mal abgesehen von wenigen kleinen Abweichungen, nahezu identisch mit der Gesamtschule. Das ist auch kein Wunder, denn die Gesamtschule war immer schon das Lieblingskind von Klaus Kessler. Schon in seiner Amtszeit als Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft war in der GEW das Thema Gesamtschule ein absolutes Tabu-Thema. Niemand sollte und durfte daran rütteln. Obwohl Kessler als GEW-Vorsitzender die vielen Einschränkungen und Restriktionen, mit denen die Gesamtschule im Laufe der Jahre konfrontiert wurde, deutlich wahrgenommen hat, soll jetzt eine neue Schule mit wesentlich größerem Adressatenkreis nach diesem Muster entstehen. Und alle Eltern, deren Kinder nicht ans Gymnasium gehen sollen oder können, haben in Zukunft keine andere Wahl. Das ist eine klare Missachtung des Elternwillens, zumal es im Saarland noch 51 Erweiterte Realschulen gibt und die Gesamtschule lediglich 18 Standorte aufweist.</p>
<p><strong>Differenzierung als Notlösung</strong><br />
Schulzweige für bestimmte Abschlüsse wie an der ERS (H-Klassen, M-Klassen) werden ab dem Schuljahr 2014/2015 nicht mehr entstehen. Der Klassenverband bleibt ab dem nächsten Schuljahr durchgängig in den Klassen 5 bis 9 erhalten. Erst in Klasse 10 wird neu &#8220;gemischt&#8221;, nachdem die Hauptschulabsolventen die Schule verlassen haben. Den unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen in den Klassen (mindestens 50 Prozent Hauptschulniveau) soll nun durch die sogenannte äußere Fachleistungsdifferenzierung Rechnung getragen werden. Das heißt, ab Klasse 7 werden in den Hauptfächern nach und nach Kurse mit verschiedenen Leistungsanforderungen eingerichtet. Ab dann findet in täglichem Wechsel Unterricht statt in drei verschiedenen Gruppen: Grundkurse (Leistungschwächere), Erweiterungskurse (Leistungsstärkere) und Klassenuntericht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Der Klassenverband wird also wegen des Kursunterrichts in der Woche mehrmals auseinandergerissen. Viele kritisieren das. Die Richtlinien der Kultusministerkonferenz für Gemeinschaftsschulen lassen jedoch keinen großen Spielraum. Lediglich im Fach Deutsch kann die äußere Fachleistungsdifferenzierung<span class="Apple-converted-space">  </span>entweder früher oder später einsetzen (Klasse 7 oder Klasse 8). In Biologie und einem der beiden Fächer Chemie oder Physik kann sie auch ganz entfallen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Um den Leistungsunterschieden im Klassenunterricht zu begegnen soll es demgegenüber auch eine innere Differenzierung geben. Also ein gruppenbezogener Unterricht auf verschiedenem Anspruchsniveau innerhalb der Klasse. Auch hier sind die Schwierigkeiten vorprogrammiert. Denn innere Differenzierung (auch Binnendifferenzierung genannt) funktioniert in der Regel nur in kleineren Klassen. Doch die wird es an der Gemeinschaftsschule aller Voraussicht nach nicht geben, weil sich an den Höchstgrenzen nichts geändert hat. Diese liegen nach wie vor bei 29 Schülern in Klasse 5 und können später sogar noch steigen. Für die Binnendifferenzierung in den Hauptfächern ist nach bisherigen Erfahrungen sogar eine Lehrerdoppelbesetzung pro Klasse erforderlich.</p>
<p><strong>Organisatorisches Chaos</strong><br />
Die hier nur kurz umrissenen Schwierigkeiten lassen schon erahnen, welches organisatorische Chaos in den nächsten Jahren auf die Schulen zurollt:</p>
<ul>
<li>Unterrichtspläne können nicht mehr nach pädagogischen Gesichtspunkten erstellt werden (z.B. Sport möglichst in den letzten beiden Stunden).<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>Die Springstunden häufen sich.<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>Teilzeitlehrkräfte müssen oft auf ihren freien Tag verzichten.</li>
</ul>
<p>Zuviele Maßgaben sind zu berücksichtigen. Das komplexe Kurssystem und vor allem der Oberstufen-Einsatz der Lehrkräfte sorgen für große Verwerfungen im Stundenplan. Die Oberstufen arbeiten im Verbund mit mehreren Gemeinschaftsschulen zusammen und sind in der Mehrzahl der Fälle nicht vor Ort. Die Unterrichtsplanung muss daher zusätzlich mit der jeweiligen Oberstufenschule abgeglichen werden.</p>
<p>Für die Lehrerkollegien an den Gesamtschulen wird sich nicht viel ändern. Sie sind diese Zustände gewohnt. Doch die Lehrkräfte und Schulleitungen der Erweiterten Realschulen werden sich erheblich umstellen müssen. Stundenermäßigungen für die Einarbeitung in die neue Schulform, wie das noch bei der Einführung der Gesamtschule der Fall war, sind bis jetzt nicht vorgesehen. Auch über die personelle Ausstattung mit Sozialarbeitern und anderen schulischen Hilfskräften liegen noch keine Angaben vor.</p>
<p>Doch das Ministerium setzt noch eins drauf: die Schulen werden jetzt gewissermaßen zu mehr Eigenständigkeit &#8220;verdonnert&#8221;. Sie sollen selbst entscheiden, ob sie beispielsweise im Fach Deutsch schon in der 7. Klasse Kurse haben wollen oder erst in Klasse 8. Sie sollen entscheiden, ob für die angehenden Oberstufenschüler schon in der 9. Klasse oder erst in Klasse 10 Aufbaukurse eingerichtet werden und vieles mehr. Darüber beschließen muss die Schulkonferenz (mit Zweidrittelmehrheit) auf Vorschlag der Gesamtkonferenz &#8211; also ein äußerst komplexes und zeitaufwändiges Verfahren. Das alles soll die &#8220;Eigenständigkeit&#8221; und &#8220;Selbständigkeit&#8221; der Schulen stärken. Es geht aber wohl mehr darum, Aufgaben des Ministeriums auf die Schulen abzuwälzen. Zudem sichert sich die Schulverwaltung auf diese Weise ein hohes Maß an Flexibilität. Denn starre Vorgaben könnten zusätzliche Kosten verursachen. Wären z.B. in der 9. Klasse Aufbaukurse zwingend vorgeschrieben, müssten diese natürlich auch eingerichtet werden, wenn die Schülerzahl sehr gering ist, was wiederum vorteilhaft wäre für Schüler und Lehrer.<span class="Apple-converted-space">  Fazit: </span>Die Schulen sollen sich erst mal überlegen, was sie wollen, und dann wird entschieden, ob sie das auch dürfen. Und anstatt Wege zu finden, wie der ausufernde Verwaltungsaufwand reduziert werden kann, wird dem Ganzen noch eins drauf gesetzt.</p>
<p><strong>Wir bleiben dabei:</strong> Das bisherige Konzept der Gemeinschaftsschule dient in erster Linie dem Ziel, Ressourcen einzusparen. Die saarländische Linke hätte sich niemals auf diesen faulen Kompromiss einlassen dürfen!</p>
Note: There is a file embedded within this post, please visit this post to download the file.
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pisaar.de/die-gemeinschaftsschule-ueberblick-und-kritik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auch an den Grundschulen wird`s eng</title>
		<link>http://www.pisaar.de/auch-an-den-grundschulen-wirds-eng/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/auch-an-den-grundschulen-wirds-eng/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 08:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Grundschule]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerversorgung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pisaarwp.pisaar.de/?p=559</guid>
		<description><![CDATA[Die Schwierigkeiten bei der Lehrerversorgung nehmen zu. Auch die Grundschulen im Saarland melden nun starke Abwanderungstendenzen wegen der Absenkung der Eingangsbesoldung für angehende Lehrkräfte. Die Arbeitsgemeinschaft der Junglehrerinnen und Junglehrer (AdJ) im Verband Bildung und Erziehung (VBE) setzte sich in einem Brief an Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer eindringlich dafür ein, die Gehaltskürzungen zurückzunehmen, damit die jungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schwierigkeiten bei der Lehrerversorgung nehmen zu. Auch die Grundschulen im Saarland melden nun starke Abwanderungstendenzen wegen der Absenkung der Eingangsbesoldung für angehende Lehrkräfte. Die <a href="http://www.vbe-nrw.de/menu_id/306.html" target="_blank">Arbeitsgemeinschaft der Junglehrerinnen und Junglehrer (AdJ) im Verband Bildung und Erziehung (VBE)</a> setzte sich in einem Brief an Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer eindringlich dafür ein, die Gehaltskürzungen zurückzunehmen, damit die jungen Lehrkräfte im Saarland bleiben könnten. Nur 20 Grundschulreferendare hätten in diesem Jahr nach ihrer Lehrerausbildung eine Stelle im saarländischen Schuldienst beantragt. In den Jahren zuvor seien es jeweils etwa 50 gewesen. Der dem VBE angeschlossene Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) weist auch auf die anstehende Pensionierungswelle im Saarland hin und befürchtet eine unhaltbare Konkurrenzsituation gegenüber den anderen Bundesländern.<br />
Ausgenommen von der Kürzung der Eingangsbezüge sind im Saarland nur die Förderschullehrer. Von Gesamtschulen und Erweiterten Realenschulen gibt es noch keine offizielle Stellungnahme zu den Engpässen in der Lehrerversorgung.<br />
Über diesbezügliche Kommentare oder Hinweise wären wir dankbar.</p>
<p>Redaktion PiSAAR</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pisaar.de/auch-an-den-grundschulen-wirds-eng/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>An der falschen Stelle gespart</title>
		<link>http://www.pisaar.de/an-der-falschen-stelle-gespart/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/an-der-falschen-stelle-gespart/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 08:22:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnkürzungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pisaarwp.pisaar.de/?p=562</guid>
		<description><![CDATA[GEW Saar will Einsparungen bei den Lehrkräften stoppen Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saar, fordert die saarländische Landesregierung auf, die Sparbeschlüsse zur Besoldung der Lehrkräfte zurückzunehmen. Die verordnete Nullrunde bei den Landesbeamten und die Absenkung der Eingangsbesoldung neuer Lehrkräfte habe, so GEW-Landesvorsitzender Peter Balnis, bereits zu einer starken Abwanderungstendenz geführt. Allein an den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>GEW Saar will Einsparungen bei den Lehrkräften stoppen</strong></p>
<p><a href="http://www.pisaar.de/wp-content/uploads/2011/09/balnis150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-606" style="margin: 0px 5px;" title="Der saarländische GEW-Vorsitzende Peter Balnis" src="http://www.pisaar.de/wp-content/uploads/2011/09/balnis150.jpg" alt="" width="150" height="181" /></a>Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saar, fordert die saarländische Landesregierung auf, die Sparbeschlüsse zur Besoldung der Lehrkräfte zurückzunehmen.<br />
Die verordnete Nullrunde bei den Landesbeamten und die Absenkung der Eingangsbesoldung neuer Lehrkräfte habe, so GEW-Landesvorsitzender Peter Balnis, bereits zu einer starken Abwanderungstendenz geführt.</p>
<p>Allein an den Berufsschulen sollen etwa 25 Prozent aller Bewerberinnen und Bewerber die angebotene Stelle im Saarland ausgeschlagen haben, um in ein anderes Bundesland mit besseren Arbeitsbedingungen wechseln zu können.</p>
<p>Bildungsminister Klaus Kessler, der sich als GEW-Amtsvorgänger von Peter Balnis seinerzeit noch vehement gegen die <a href="http://pisaar1.pisaar.de/index.php/content/view/203/49/" target="_blank">Kürzung der Eingangsbezüge bei den Realschullehrern</a> wendete, erkennt zwar das Problem, hält jedoch eine Nachbesserung höchsten bei den Berufsschullehrkräften für machbar.</p>
<p>Indessen spitzt sich die Situation an den Schulen immer mehr zu. Laut Angaben des Ministeriums sind zur Zeit 36 Lehrkräfte ohne Lehrerausbildung im Einsatz. Für die Förderschulen arbeiten teilweise sogar Studentinnen und Studenten. Hinzu kommen Quer- und Seiteneinsteiger und vor allem die völlig unangemessene Inanspruchnahme von Referendarinnen und Referendaren (<a href="http://www.pisaar.de/lehrersituation/90-referendariat-im-saarland-wer-seine-lehrerausbildung-abschliessen-darf-soll-sich-freuen" target="_blank">wir berichteten</a>). Die unbefriedigende Personalsituation verschlechtert die Arbeitsbedingungen an den Schulen zusehends. Vertretungsstunden häufen sich an. Lehrkräfte werden immer stärker fachfremd eingesetzt, müssen also irgendwo eine Lücke stopfen in einem Unterrichtsfach, das sie nicht studiert haben. Es macht sich auch die Tendenz bemerkbar, dass die Lehrerinnen und Lehrer, die ja für zwei Fächer ausgebildet sind, vorwiegend in dem arbeitsintensiveren unterrichten müssen. Ein ausgewogenes Verhältnis ist hier schon lange nicht mehr möglich. Herrscht beispielsweise an einer Schule Mathematiklehrermangel, müssen die Mathe-Lehrer damit rechnen, ausschließlich im Fach Mathematik eingesetzt zu werden. Das zweite Fach, meist mit geringerem Korrektur- und Prüfungsaufwand verbunden, bleibt außen vor.</p>
<p>Unterdessen wächst auch der Druck durch zusätzliche Verpflichtungen. Die Gemeinschaftsschule, die im nächsten Schuljahr an den Start gehen soll, muss vorbereitet werden. Auch die Schaffung eines inklusiven Schulsystems mit einem gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern steht auf der Tagesordnung.<br />
Unter solchen Umständen eine Nullrunde zu verordnen, lässt die nötige Wertschätzung der wichtigen und schwierigen Tätigkeit von Lehrkräften vermissen, zeugt von Ignoranz und Kurzsichtigkeit. Eine Nullrunde ist eine Lohnkürzung, weil nicht einmal die Inflationsrate von zur Zeit 2,5 Prozent ausgeglichen wird. Ein um 350 € reduziertes Eingangsgehalt ist nicht gerade ermutigend für junge Menschen, die vielleicht eine Familie gründen wollen. Das Saarland hat bundesweit die niedrigste Geburtenrate. Wen wundert´s noch?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pisaar.de/an-der-falschen-stelle-gespart/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Personalsituation spitzt sich zu</title>
		<link>http://www.pisaar.de/personalsituation-spitzt-sich-zu/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/personalsituation-spitzt-sich-zu/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 16:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaftsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerversorgung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pisaarwp.pisaar.de/?p=496</guid>
		<description><![CDATA[Einführung der Gemeinschaftsschule wird in Frage gestellt Das Saarland hat Probleme mit der Lehrerversorgung. Die Situation hat sich offenbar so verschärft, dass es zweifelhaft ist, ob die Qualitätskriterien zur Einführung der Gemeinschaftsschule erfüllt werden können. Die Zeichen stehen schlecht. Nachwuchskräfte, die nicht hier durch Haus oder Familie gebunden sind, wandern in die anderen Bundesländer ab. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einführung der Gemeinschaftsschule wird in Frage gestellt</strong><em><br />
</em></p>
<p>Das Saarland hat Probleme mit der Lehrerversorgung. Die Situation hat sich offenbar so verschärft, dass es zweifelhaft ist, ob die Qualitätskriterien zur Einführung der Gemeinschaftsschule erfüllt werden können.</p>
<p>Die Zeichen stehen schlecht. Nachwuchskräfte, die nicht hier durch Haus oder Familie gebunden sind, wandern in die anderen Bundesländer ab. Dort bekommen sie eine höhere Eingangsvergütung, eine unbefristete Beamtenstelle, bessere Arbeitsbedingungen (kleinere Klassen und Kurse, besser ausgestattete Schulen) und jede Menge weitere Vergünstigungen, die das Saarland nicht bieten kann. Wer ein gutes Lehrerexamen in einer gefragten Fächerkombination gemacht hat, kann sich unter den wohlhabenden Bundesländern die beste Stelle aussuchen &#8211; wie im Katalog. Es gehört zu den größten Verwerfungen des deutschen Bildungsföderalismus, dass reiche Bundesländer ihren Bürgern bessere Schulen und besser ausgebildete Lehrkräfte bieten können als arme Schlucker wie das Saarland, das den Betrieb inzwischen nur noch durch den verstärkten Einsatz von Aushilfskräften aufrechterhalten kann.</p>
<p>Doch die Probleme sind größtenteils hausgemacht. Zumindest, was das Saarland angeht. Es war kein geringerer als unser ehemaliger Ministerpräsident Peter Müller, der sich anlässlich der Föderalismusreform I im Jahre 2006 mit den anderen CDU-Landesfürsten dafür stark machte, dass die Rahmenkompetenz des Bundes für die Besoldung, die Versorgung und das Dienstrecht der Landesbeamten wieder ausschließlich in die Kompetenz der Länder übertragen wurde. War die Besoldung bis dahin bundesweit noch überwiegend einheitlich geregelt, konnten die Länder von nun an nach Gutsherrenart wieder selbst festlegen, was sie ihren Beamten zahlen. Müller wird genau gewusst haben, dass er auf diese Weise das Saarland in eine gefährliche Konkurrenzsituation bringen wird. Er muss somit die negativen Folgen in Kauf genommen haben, um endlich auch den direkten Zugriff auf die Beamtenbezüge zu erhalten. Ein Beispiel ist die für dieses Jahr verordnete Nullrunde. Wurde vor der Föderalismusreform noch das Tarifergebnis im Öffentlichen Dienst regelmäßig auf die Beamten übertragen, können die Landesregierungen nun willkürlich festlegen, ob und in welcher Höhe eine Anpassung der Bezüge erfolgt.</p>
<p>Damit hat Müller seinem &#8220;Aufsteigerland&#8221; einen Bärendienst erwiesen und dessen Überlebensfähigkeit einmal mehr in Frage gestellt. Unter diesen Umständen muss auch erneut überdacht werden, ob die Einführung der Gemeinschaftsschule angesichts der miserablen personellen Situation überhaupt noch möglich ist. Die Umstellung auf die neue Schulform bindet eine Menge Personal, das schon jetzt nicht vorhanden ist. Der Start der Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2012/2013 könnte ein gewaltiger Fehlstart werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pisaar.de/personalsituation-spitzt-sich-zu/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bildungsmonitor 2011</title>
		<link>http://www.pisaar.de/bildungsmonitor-2011/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/bildungsmonitor-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 16:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Ländervergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrergesundheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pisaarwp.pisaar.de/?p=500</guid>
		<description><![CDATA[Das Saarland vernachlässigt die Lehrergesundheit Das Saarland ist in der Länder-Vergleichsstudie Bildungsmonitor 2011 weiter nach unten abgerutscht und steht jetzt auf Platz 11 von 16. Die der Studie zugrunde liegenden Daten beziehen sich auf das Jahr 2009. Deshalb sollte man fairerweise die jetzige Jamaika-Landesregierung nicht für dieses magere Ergebnis verantwortlich machen. Die (bildungs)politische Verantwortung müsste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Saarland vernachlässigt die Lehrergesundheit</strong></p>
<p><a href="http://www.pisaar.de/wp-content/uploads/2011/08/dienstunfaehigkeit300.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-629" style="margin: 3px 5px 5px 0px;" title="dienstunfaehigkeit300" src="http://www.pisaar.de/wp-content/uploads/2011/08/dienstunfaehigkeit300.gif" alt="" width="300" height="165" /></a>Das Saarland ist in der <a href="http://www.insm-bildungsmonitor.de/2011_best_saarland.html" target="_blank">Länder-Vergleichsstudie Bildungsmonitor 2011</a> weiter nach unten abgerutscht und steht jetzt auf Platz 11 von 16. Die der Studie zugrunde liegenden Daten beziehen sich auf das Jahr 2009. Deshalb sollte man fairerweise die jetzige Jamaika-Landesregierung nicht für dieses magere Ergebnis verantwortlich machen. Die (bildungs)politische Verantwortung müsste wohl die damalige Bildungsministerin und jetzige Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) übernehmen. Dennoch verteidigte ihr Nachfolger Klaus Kessler (Grüne) die miserablen Werte tapfer gegenüber der heimischen Presse.</p>
<p>Zunächst einmal die guten Nachrichten: Im Saarland erwerben verhältnismäßig viele Hochschulabsolventen einen Doktor- oder Professorentitel. Erfolge gibt es im Kampf gegen die Bildungsarmut: Die Schulabbrecherquote konnte deutlich reduziert werden. Auch die Leseleistung hat sich, bezogen auf die Bildungsstandards,  stark verbessert.</p>
<p>Weniger Erfreuliches kommt aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung: Es gibt immer noch zu wenig Ganztagsplätze an den Kindertagesstätten. Zudem konnten bei uns, wie es in der Studie heißt, &#8220;die gestiegenen qualitativen Anforderungen an das Personal &#8230; nicht umgesetzt werden.&#8221; Der Anteil des Personals mit Hochschul- oder Fachhochschulausbildung ist bundesweit am geringsten (1,7 Prozent). Dieser Wert lässt darauf schließen, dass die Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern im Saarland wohl ganz besonders schlecht ist.</p>
<p>Schlusslicht ist das Saarland ebenso beim Ausbau der Ganztagsbetreuung an den weiterführenden Schulen.  Nur 1,3 Prozent der Schüler besuchten im Jahre 2009 eine gebundene Ganztagsschule.</p>
<p>Besonders wenig Wert legt das Saarland offenbar auf die Zufriedenheit seiner Lehrerinnen und Lehrer. Der Anteil der wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand gehenden Lehrkräfte ist mit 36,5 Prozent (Bundesdurchschnitt: 21,7) mit Abstand der größte in ganz Deutschland (s. Grafik). Dies erklärt auch die zunehmende Abwanderungstendenz in die anderen Bundesländer, die neben besseren finanziellen und schulischen Bedingungen auch Altersteilzeitregelungen anbieten, die es im Saarland nicht gibt.</p>
Note: There is a file embedded within this post, please visit this post to download the file.
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pisaar.de/bildungsmonitor-2011/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Junglehrer im Saarland</title>
		<link>http://www.pisaar.de/junglehrer-im-saarland/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/junglehrer-im-saarland/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 16:43:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Referendariat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pisaarwp.pisaar.de/?p=507</guid>
		<description><![CDATA[Wer seine Lehrerausbildung abschließen darf, soll sich freuen Bildungsminister Klaus Kessler hob anlässlich der Ernennung von 162 Referendarinnen und Referendaren für den saarländischen Schuldienst hervor, er werde die sogenannte „demographische Rendite nutzen, um sämtliche frei gewordenen Referendariatsstellen neu zu besetzen“. Soll das ein Verdienst sein? Wohl eher eine Verpflichtung, wie wir meinen. Es geht hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer seine Lehrerausbildung abschließen darf, soll sich freuen</strong></p>
<p>Bildungsminister Klaus Kessler hob anlässlich der Ernennung von 162 Referendarinnen und Referendaren für den saarländischen Schuldienst hervor, er werde die sogenannte „demographische Rendite nutzen, um sämtliche frei gewordenen Referendariatsstellen neu zu besetzen“. Soll das ein Verdienst sein? Wohl eher eine Verpflichtung, wie wir meinen. Es geht hier nicht um die Wiederbesetzung von Stellen, sondern darum, dass das Land alles dafür tun muss, um seiner Ausbildungsverpflichtung nachzukommen. Jeder, der an der Universität ein Lehrerstudium abgeschlossen hat, hat ein Anrecht auf eine Referendariatsstelle. Wenn in diesem Zusammenhang von frei gewordenen Stellen die Rede ist, kann man erahnen, in welche Schieflage die Personalsituation an den Schulen inzwischen geraten ist.</p>
<p>Denn tatsächlich gibt es im Saarland viel zu wenig Lehrerausbildungsplätze. Die jungen Leute müssen nach ihrem Studium oftmals 2 Jahre warten, um endlich nach weiteren zwei Jahren ihren Lehrerabschluss machen zu können. Wer flexibel ist, wird sich daher außerhalb des Saarlandes bewerben, wo noch dazu die Chancen größer sind, später direkt eine Beamtenstelle  bzw. ein besseres Einstiegsgehalt als Angestellter zu bekommen. Das Saarland nutzt diese Wartezeit, um die angehenden Lehrerinnen und Lehrer mit Billigjobs zu halten. Sie kriegen einen 18-Stunden-Vertrag in der niedrigsten Lohngruppe und müssen dafür an den Schulen die Löcher stopfen. Und dabei sind die Schulleitungen ganz gewiss nicht zimperlich. Nicht selten werden die Neulinge ausschließlich in einem Hauptfach eingesetzt. 18 Wochenstunden Deutsch für einen Einsteiger &#8211; auf diese Weise wird vielen schon am Anfang ihrer Lehrerkarriere die Lust am Job vergehen.</p>
<p>Um in diesem schwierigen Beruf bestehen zu können, ist eine behutsame und fundierte Einführung unumgänglich. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Fehler verfestigen, die einem später das Lehrerdasein schwer machen. Um das zu vermeiden, gibt es das Referendariat. Doch endlich dort angelangt, wird man auch hier erst mal mit einer geringen Ausbildungsvergütung als vollwertige Lehrkraft eingeplant: Referendarinnen und Referendare müssen in ihrer zweijährigen Ausbildung vom ersten Tag an bis zu 14 Wochenstunden Unterricht halten. Oft noch mit wechselnden Einsatzorten an mehreren Schulen. Die meisten Schulleitungen haben sie schon zu Beginn des Schuljahres fest in ihre Personalplanung eingebaut. Neben dem „normalen“ Unterricht stehen sie während der beiden Ausbildungjahre zusätzlich unter einem permanenten Prüfungsdruck durch Lehrproben, eine mündliche Abschlussprüfung und die Anfertigung einer zweiten Staatsarbeit.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pisaar.de/junglehrer-im-saarland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Volker Pispers zum Thema Lehrer</title>
		<link>http://www.pisaar.de/volker-pispers-zum-thema-lehrer/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/volker-pispers-zum-thema-lehrer/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 22:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pisaarwp.pisaar.de/?p=531</guid>
		<description><![CDATA[Das Lieblingsthema des Kabarettisten Volker Pispers: Lehrer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Lieblingsthema des Kabarettisten Volker Pispers: Lehrer</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/Y7ww9p2MQVg" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pisaar.de/volker-pispers-zum-thema-lehrer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Saarländische Lehrer flüchten in die Dienstunfähigkeit</title>
		<link>http://www.pisaar.de/vorzeitiger-ruhestand/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/vorzeitiger-ruhestand/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 10:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ländervergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrergesundheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pisaar.de/2010/08/22/vorzeitiger-ruhestand/</guid>
		<description><![CDATA[Laut Bildungsmonitor 2010, einer arbeitgeberorientierten Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), wurden 2008 im Saarland 38,9 Prozent der pensionierten Lehrer wegen Dienstunfähigkeit „vorzeitig in den Ruhestand geschickt“ (Bundesdurchschnitt 22,4 Prozent). Der Grad der Dienstunfähigkeit ist ein Faktor, der neben anderen (s. Kurzfassung der Studie unten) Aufschluss über die Effizienz („Inputeffizienz“) des saarländischen Bildungssystems geben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Bildungsmonitor 2010, einer arbeitgeberorientierten Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), wurden 2008 im Saarland 38,9 Prozent der pensionierten Lehrer wegen Dienstunfähigkeit „vorzeitig in den Ruhestand geschickt“ (Bundesdurchschnitt 22,4 Prozent). Der Grad der Dienstunfähigkeit ist ein Faktor, der neben anderen (s. Kurzfassung der Studie unten) Aufschluss über die Effizienz („Inputeffizienz“) des saarländischen Bildungssystems geben soll<span style="font-size: 11pt;">.</span></p>
<p><strong>Niemand wird &#8220;geschickt&#8221;</strong><br />
Doch diese Aussage ist irreführend. Die Presse, insbesondere die saarländische, übernimmt nur allzugern die Floskel, nach der jemand in den Ruhestand „geschickt“ wird. Das liest sich so, als ob Lehrkräfte, die das vorgesehene Ruhestandsalter von 65 Jahren nicht erreichen (das sind übrigens bundesweit etwa 94 Prozent), sich mal locker ein paar Jahre früher auf Staatskosten absetzen könnten. Hinter dieser erschreckend hohen Zahl dienstunfähiger saarländischer Lehrerinnen und Lehrer stehen jedoch Menschen, die mit der schulischen Situation nicht mehr zurecht kommen. Sie werden krank und sehen als letzten Ausweg nur noch die Flucht in die vorzeitige Entlassung. Dieser Schritt ist mit erheblichen finanziellen Nachteilen verbunden. Für die Zeiten, die man früher in Ruhestand geht, müssen empfindliche Ruhegehaltskürzungen hingenommen werden. Nicht selten kommt es daher vor, dass sich Beamte während der letzten Jahre ihres Berufslebens nur noch durch Krankschreibungen über die Runden retten können. Für viele ältere Lehrkräfte ist diese Zeit ein einziger Spießrutenlauf. Sie werden mit Schülerinnen und Schülern konfrontiert, die sich sich im Laufe der Jahre stark verändert haben, die sie nicht mehr erreichen.</p>
<p><strong>Saarland verzichtet auf Altersteilzeitregelung</strong></p>
<p>Daraus entstehen enorme psychische Belastungen, denen im Saarland ganz offensichtlich nicht Rechnung getragen wird. In fast allen Bundesländern gibt es Regelungen zur Altersteilzeit, die den gleitenden Übergang in den Ruhestand ermöglichen sollen. Ein häufiges Modell, wie es beispielsweise auch bei den Bundesbeamten angewendet wird, sieht vor, die Arbeitszeit ab dem 55. Lebensjahr bei 87 Prozent der Bezüge zu halbieren. Für saarländische Lehrkräfte gibt es keine Altersteilzeitregelung. Wer mit den zunehmenden Belastungen nicht mehr zurechtkommt, muss sich entweder dienstunfähig oder dauerhaft krank schreiben lassen. Bildungsminister Kessler hat in seiner ehemaligen Funktion als Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft diesen Missstand oft genug angeprangert. Jetzt hätte er die Gelegenheit, auch etwas dagegen zu tun.</p>
Note: There is a file embedded within this post, please visit this post to download the file.
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pisaar.de/vorzeitiger-ruhestand/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Einsamkeit des Deutschlehrers</title>
		<link>http://www.pisaar.de/die-einsamkeit-des-deutschlehrers/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/die-einsamkeit-des-deutschlehrers/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 07:35:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlehrer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pisaar.de/?p=319</guid>
		<description><![CDATA[Liebe Leserin, lieber Leser, bitte nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich in meinem Bildungsblog auch mal das Wort ergreife für die Berufsgruppe der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer, der ich selbst angehöre. Die Überschrift dieses Beitrags ist, wie Sie vielleicht gemerkt haben, angelehnt an Alan Silitoes berühmten Roman: Die Einsamkeit des Langstreckenläufers. Dieser Titel ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Liebe Leserin, lieber Leser,</strong><br />
bitte nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich in meinem Bildungsblog auch mal das Wort ergreife für die Berufsgruppe der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer, der ich selbst angehöre. Die Überschrift dieses Beitrags ist, wie Sie vielleicht gemerkt haben, angelehnt an Alan Silitoes berühmten Roman: Die Einsamkeit des Langstreckenläufers. Dieser Titel ist mir sofort eingefallen, als ich zum ersten Mal über die Situation der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer nachgedacht habe. Es handelt sich also um einen sehr persönlichen Beitrag. Deshalb würde ich mich über eine Reaktion besonders freuen. Schreiben Sie einen Kommentar, wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder auch, wenn Sie anderer Meinung sind.<strong></strong></p>
<p><strong>Arbeit und Frust</strong><br />
Mit Deutschlehrern, so hieß es noch vor 15 Jahren, könne man die Straße pflastern. Von einer &#8220;Deutschlehrerschwemme&#8221; war gar die Rede. Heute sieht die Situation grundlegend anders aus. Die Begeisterung für das Fach Deutsch hält sich bei Lehrern wie Schülern sehr in Grenzen. Inzwischen sind Deutschlehrer Mangelware. Es spricht sich rum, dass Deutschunterricht vor allem eines bedeutet: viel Arbeit und Frust. Wer Deutsch unterrichtet, muss sich im Zeitalter der modernen Massenmedien tagtäglich mit den schlimmsten Auswüchsen von Sprachunfähigkeit auseinandersetzen. An vielen Schulen wird offen darum gekämpft, möglichst wenig Deutsch geben zu müssen.</p>
<p><strong>Grundlegende Defizite</strong><br />
Ungefähr 80 Prozent aller Schüler, die von den Grundschulen kommen, liegen erfahrungsgemäß in ihrer Sprachentwicklung weit zurück und sind im Grunde genommen den Anforderungen des Deutschunterrichts nicht gewachsen. Diese Zahl beruht nicht auf einer repräsentativen Untersuchung und kann daher auch nicht verallgemeinert werden. Sie bezieht sich auf meine bisherigen Erfahrungen mit Schülern, die ich von der Grundschule übernommen habe. Doch die Kolleginnen und Kollegen berichten Ähnliches. Damit sollen jedoch auf keinen Fall die Grundschulen kritisiert werden. Sie können die grundlegenden sprachlichen Defizite schon lange nicht mehr ausgleichen. Überhaupt ist es mit dem Eintritt in die Schule meistens schon zu spät. Was in der frühkindlichen Phase beim Spracherwerb versäumt wurde, kann in der Schule kaum noch kompensiert werden. Im Gegenteil: Viele Kinder hören nach den ersten Misserfolgen ganz damit auf, für das Fach Deutsch noch etwas zu tun.</p>
<p><strong>Anpassung nach unten</strong><br />
Das Schulsystem begegnet dieser Misere durch eine Anpassung an das allgemeine Niveau. Im Deutschunterricht gibt es diese Flexibilität, denn die Bewertung einer Leistung hängt immer noch stark von der persönlichen Einschätzung des Lehrers ab. Eine Standardisierung wäre hier auch kaum möglich. Zu vielfältig und vage sind die Leistungskriterien, zu unterschiedlich deren Einschätzung. Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer können sich bemühen, möglichst gerecht und objektiv zu werten. Jedoch die Einschätzung dessen, was objektiv und gerecht ist, ändert sich oft von Person zu Person. Pädagogische Freiheiten in der Notenbildung sind zwar einerseits ein Vorteil. Man kann besser differenzieren und auch stärker die persönlichen Belange der Schüler berücksichtigen (z.B. einen Migrationshintergrund). Sie führen jedoch langfristig zwangsläufig zu einer völligen Verflachung des Anspruchsniveaus. Um möglichst vielen Kindern gerecht zu werden, findet seit Jahren eine permanente Anpassung an den unteren Leistungsbereich statt, denn die Voraussetzungen der Schüler verschlechtern sich stetig. Beschleunigt wird dieser Prozess noch durch die sogenannte Drittelregelung. Immer noch wird im Saarland davon ausgegangen, dass es am Lehrer liegt, wenn mehr als ein Drittel einer Klassenarbeit unterm Strich ist. Solche Arbeiten dürfen sich nicht negativ auf den Leistungsstand auswirken und müssen im Regelfall wiederholt werden. Doch welcher Deutschlehrer wäre so verrückt und würde eine Arbeit nochmal schreiben lassen, für die er sich zuvor drei Wochen lang durch die Korrektur gequält hat. Er wird das Notenbild so verändern, dass es in das gewünschte Schema passt. Alles andere wäre Masochismus.</p>
<p><strong>Die Qual der Korrekturen</strong><br />
Denn Deutscharbeiten zu korrigieren ist seit langem nicht mehr das, was es früher einmal war. Schlechte Arbeiten gab es zwar schon immer, aber niemals in der Masse wie heute. Eine gute Arbeit ist relativ schnell korrigiert, doch die guten Arbeiten werden immer seltener. In der Regel muss man sich mühselig durch die Massen der Unzulänglichkeiten vorwärts bewegen. Der durchschnittliche Zeitaufwand für die Korrektur einer Arbeit erhöht sich dadurch enorm. Viele sind verzweifelt und quälen sich von Arbeit zu Arbeit voran. Manche Deutschkolleginnen und -Kollegen empfinden beim Korrigieren schon körperliche Übelkeit. Das Schlimmste sind endlos lange Arbeiten, die endlos viele Fehler enthalten. Bei Schülern gibt es die weit verbreitete Ansicht, ihre Schreibleistung verbessere sich, wenn sie möglichst viel Text zu Papier bringen. Die Korrektur einer einzigen Arbeit dauert je nach Klassenstufe manchmal mehr als eine Stunde. Deutschlehrer, die nicht selten bis zu vier Klassen im Schuljahr unterrichten, haben daher im Prinzip nie frei. Alle Wochenenden und auch in den Ferien muss korrigiert werden. Ist das zweite Unterrichtsfach auch noch ein Korrekturfach, arbeitet man im Prinzip das Doppelte bis Dreifache eines Lehrers, der lediglich zwei Nebenfächer unterrichtet.</p>
<p><strong>Gefährliche Fehlentwicklung</strong><br />
Wenn also früher bei der Entscheidung für das Studienfach Deutsch oftmals die Begeisterung für die Germanistik im Vordergrund stand, nehmen mittlerweile immer mehr Studierende Abstand vom Lehrerberuf mit diesem Fach, weil sich die unangenehmen Begleiterscheinungen herumgesprochen haben. Das ist einerseits eine verständliche Reaktion, andererseits aber auch eine gefährliche Entwicklung. Denn wir brauchen unbedingt mehr gut ausgebildete Deutschlehrkräfte um der zunehmenden sprachlichen Verarmung entgegenwirken zu können. Schüler, die die deutsche Sprache nur unzulänglich beherrschen, haben in allen Fächern Schwierigkeiten, in denen Inhalte vorwiegend durch Texte transportiert werden. Auch wer den Text einer Mathematikaufgabe nicht versteht, wird die Aufgabe letztlich nicht lösen können. Ein Großteil aller Unternehmen setzt einen sicheren Umgang mit der deutschen Sprache voraus. Mangelhafte Deutschkenntnisse sind inzwischen ein Hauptgrund, weshalb Jugendliche bei der Bewerbung um eine Lehrstelle abgewiesen werden.</p>
<p><strong>Wo man ansetzen könnte</strong><br />
Es reicht aber nicht, nur mehr Deutschunterricht und mehr Deutschlehrer für die Schulen zu fordern. Die Förderung muss in frühester Kindheit ansetzen, vor allem im Alter von etwa 18 Monaten bis zum dritten Lebensjahr, wenn die sprachliche Aufnahmefähigkeit am größten ist. Eine gute Sprachentwicklung ist für die Zukunftschancen eines Kindes so immens wichtig, dass man den Eltern diese Aufgabe nicht allein überlassen sollte.<br />
Es wird aber andererseits auch höchste Zeit, die überaus schwierige Arbeit der Deutschlehrkräfte zu würdigen und angemessen zu honorieren. Sie müssen in besonderem Maße gesellschaftliche Fehlentwicklungen ausbaden und werden mit ihren Problemen völlig allein gelassen. Im Saarland ist es mittlerweile viel schicker, in Kindergärten und Grundschulen Französisch anzubieten als etwas gegen die zunehmenden sprachlichen Defizite in der Muttersprache Deutsch zu unternehmen. Hunderte von Hauptschülern in Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen müssen sich mit Englisch oder Französisch rumschlagen, obwohl ihnen schon im Deutschen die Grundlagen fehlen. Man darf sich daher auch nicht wundern, wenn das Interesse an Deutsch verloren geht und stattdessen der Unterricht gestört wird. Unsere bildungspolitischen Entscheidungsträger wollen davon nichts wissen. Es passt nicht ins Konzept der frohen Botschaften. Fehlentwicklungen zuzugeben ist unpopulär. Damit kann man sich nicht profilieren.<br />
Und der Deutschlehrer bleibt einsamer denn je.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pisaar.de/die-einsamkeit-des-deutschlehrers/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lehrerarbeitsmarkt im Saarland: Hauptsache billig!</title>
		<link>http://www.pisaar.de/zuviele-lehrer/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/zuviele-lehrer/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 14:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Sparen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pisaar.de/2010/05/02/zuviele-lehrer/</guid>
		<description><![CDATA[Lehrermangel in ganz Deutschland? Nein! Da gibt es immer noch so ein kleines Bundesland im Südwesten der Republik, genannt Saarland, was sich bis jetzt tapfer gegen den Schrumpfprozess auf dem Lehrermarkt zur Wehr setzen konnte. Sogar zuviele Exemplare der Spezies Lehrkräfte scheinen sich dort noch aufzuhalten. Verlagerung von Lehrkräften statt kleinere Klassen Doch bleiben wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lehrermangel in ganz Deutschland? Nein! Da gibt es immer noch so ein kleines Bundesland im Südwesten der Republik, genannt Saarland, was sich bis jetzt tapfer gegen den Schrumpfprozess auf dem Lehrermarkt zur Wehr setzen konnte. Sogar zuviele Exemplare der Spezies Lehrkräfte scheinen sich dort noch aufzuhalten.</p>
<p><strong>Verlagerung von Lehrkräften statt kleinere Klassen</strong><br />
Doch bleiben wir ernst. Nach Ansicht von Bildungsminister Klaus Kessler gibt es im Moment an den Gymnasien und Erweiterten Realschulen (ERS) so etwas wie einen Lehrerüberschuss, im Fachjargon auch Überhang genannt. 42 Stellen von den Gymnasien und 33 von den ERS sollen daher umgeschichtet werden an die Gesamtschulen und berufsbildenden Schulen. Kessler zufolge habe es an den Gymnasien für die Abwicklung des doppelten Abiturjahrgangs im letzten Schuljahr insgesamt 190 Stellen mehr gegeben, von denen jetzt lediglich 42 an andere Schulformen verlagert werden müssten. Wer jedoch weiß, wie Schulen im Saarland personalisiert werden, wird an dieser Stelle sofort stutzig. Kurzfristige Personalengpässe, wie sie durch das Doppelabitur entstanden sind, wurden hierzulande noch nie durch zusätzliche Stellen ausgeglichen.</p>
<p><strong>Fiese Methoden der Personalisierung</strong><br />
Für solche Fälle gibt es das altbewährte saarländische Prinzip der Flickschusterei: Referendare werden dazu verdonnert, mehr als die Hälfte ihrer Ausbildungszeit regulären Unterricht abzudecken. Und das meistens noch an mehreren Schulen. Inzwischen gibt es die Billigjobs auch für Lehrerstudenten, die ihr erstes Staatsexamen abgeschlossen haben und auf eine Referendarstelle warten. Sie werden gegen Hungerlohn für ein paar Stunden pro Woche an den Schulen verheizt und können in dieser Zeit darauf hoffen, irgendwann die ersehnte Referndarstelle zu bekommen. Viele warten darauf schon mehr als zwei Jahre. Der Trick: auf diese Weise sind sie an das Saarland gebunden. Sie können nicht abwandern und bleiben dem Land als billige Arbeitskräfte erhalten. So wird ihre Ausbildung künstlich in die Länge gezogen. Wenn sie Pech haben, passiert ihnen das Gleiche im Referendariat nochmal: Dort fallen unbestätigten Angaben zufolge die jungen Lehrkräfte zunehmend oft durch die Prüfung. In diesem Fall stehen sie dem Land dann ein weiteres Jahr lang als Billigkräfte zur Verfügung. Ganz schlimm sieht es wohl an den Förderschulen aus. Wer da mal „üben“ will, kann sich auch bewerben, wenn er noch studiert.<br />
Die Methoden der Personalisierung werden im Aufsteigerland an der Saar im selben Maße unverschämter, wie immer mehr junge, ausgebildete Lehrkräfte in die anderen Bundesländer abwandern.Das Saarland als ärmstes Bundesland (nach Bremen) entwickelt sich mehr und mehr zum Billig-Lohn-Sektor für pädagogisches Personal jeder Art. Obwohl abzusehen war, dass wir niemals im Wettbewerb mit den reichen Bundesländern bestehen können, hatte sich damals Ministerpräsident Peter Müller (CDU) mit den anderen CDU-Ländern vehement dafür eingesetzt, die Finanzhoheit in der Lehrerbesoldung wieder auf die Länder zu übertragen. Dabei wurden die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt bewusst in Kauf genommen.<br />
Zudem sind wir nun das erste Bundesland, das „endlich“ von G8 profitieren kann: die Jahrgangsstufe 13 ist an den Gymnasien weggefallen und braucht dementsprechend auch nicht mehr personalisiert zu werden. Nachdem man nun 8 Jahre auf diesen Moment warten musste, wird man sich diese Einsparmöglichkeit natürlich jetzt nicht entgehen lassen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pisaar.de/zuviele-lehrer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

