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	<title>PISAAR &#187; Bildungsqualität</title>
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	<description>Blog zur saarländischen Bildungspolitik</description>
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		<title>Die Einsamkeit des Deutschlehrers</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 07:35:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arno Malburg</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leserin, lieber Leser, bitte nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich in meinem Bildungsblog auch mal das Wort ergreife für die Berufsgruppe der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer, der ich selbst angehöre. Die Überschrift dieses Beitrags ist, wie Sie vielleicht gemerkt haben, angelehnt an Alan Silitoes berühmten Roman: Die Einsamkeit des Langstreckenläufers. Dieser Titel ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Liebe Leserin, lieber Leser,</strong><br />
bitte nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich in meinem Bildungsblog auch mal das Wort ergreife für die Berufsgruppe der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer, der ich selbst angehöre. Die Überschrift dieses Beitrags ist, wie Sie vielleicht gemerkt haben, angelehnt an Alan Silitoes berühmten Roman: Die Einsamkeit des Langstreckenläufers. Dieser Titel ist mir sofort eingefallen, als ich zum ersten Mal über die Situation der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer nachgedacht habe. Es handelt sich also um einen sehr persönlichen Beitrag. Deshalb würde ich mich über eine Reaktion besonders freuen. Schreiben Sie einen Kommentar, wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder auch, wenn Sie anderer Meinung sind.</p>
<p><span id="more-319"></span><br />
<strong>Arbeit und Frust</strong><br />
Mit Deutschlehrern, so hieß es noch vor 15 Jahren, könne man die Straße Pflastern. Von einer &#8220;Deutschlehrerschwemme&#8221; war gar die Rede. Heute sieht die Situation grundlegend anders aus. Die Begeisterung für das Fach Deutsch hält sich bei Lehrern wie Schülern sehr in Grenzen. Inzwischen sind Deutschlehrer Mangelware. Es spricht sich rum, dass Deutschunterricht vor allem eines bedeutet: viel Arbeit und Frust. Wer Deutsch unterrichtet, muss sich im Zeitalter der modernen Massenmedien tagtäglich mit den schlimmsten Auswüchsen von Sprachunfähigkeit  auseinandersetzen. An vielen Schulen wird offen darum gekämpft, möglichst wenig Deutsch geben zu müssen.</p>
<p><strong>Grundlegende Defizite</strong><br />
Ungefähr 80 Prozent aller Schüler, die von den Grundschulen kommen, liegen erfahrungsgemäß in ihrer Sprachentwicklung weit zurück und sind im Grunde genommen den Anforderungen des Deutschunterrichts nicht gewachsen. Diese Zahl beruht nicht auf einer repräsentativen Untersuchung und kann daher auch nicht verallgemeinert werden. Sie bezieht sich auf meine bisherigen Erfahrungen mit Schülern, die ich von der Grundschule übernommen habe. Doch die Kolleginnen und Kollegen berichten Ähnliches. Damit sollen jedoch auf keinen Fall die Grundschulen kritisiert werden. Sie können die grundlegenden sprachlichen Defizite schon lange nicht mehr ausgleichen. Überhaupt ist es mit dem Eintritt in die Schule meistens schon zu spät. Was in der frühkindlichen Phase beim Spracherwerb versäumt wurde, kann in der Schule kaum noch kompensiert werden. Im Gegenteil: Viele Kinder hören nach den ersten Misserfolgen ganz damit auf, für das Fach Deutsch noch etwas zu tun.</p>
<p><strong>Anpassung nach unten</strong><br />
Das Schulsystem begegnet dieser Misere durch eine Anpassung an das allgemeine Niveau. Im Deutschunterricht gibt es diese Flexibilität, denn die Bewertung einer Leistung hängt immer noch stark von der persönlichen Einschätzung des Lehrers ab. Eine Standardisierung wäre hier auch kaum möglich. Zu vielfältig und vage sind die Leistungskriterien, zu unterschiedlich deren Einschätzung. Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer können sich bemühen, möglichst gerecht und objektiv zu werten. Jedoch die Einschätzung dessen, was objektiv und gerecht ist, ändert sich oft von Person zu Person. Pädagogische Freiheiten in der Notenbildung sind zwar einerseits ein Vorteil. Man kann besser differenzieren und auch stärker die persönlichen Belange der Schüler berücksichtigen (z.B. einen Migrationshintergrund). Sie führen jedoch langfristig zwangsläufig zu einer völligen Verflachung des Anspruchsniveaus. Um möglichst vielen Kindern gerecht zu werden, findet seit Jahren eine permanente Anpassung an den unteren Leistungsbereich statt, denn die Voraussetzungen der Schüler verschlechtern sich stetig. Beschleunigt wird dieser Prozess noch durch die sogenannte Drittelregelung. Immer noch wird im Saarland davon ausgegangen, dass es am Lehrer liegt, wenn mehr als ein Drittel einer Klassenarbeit unterm Strich ist. Solche Arbeiten dürfen sich nicht negativ auf den Leistungsstand auswirken und müssen im Regelfall wiederholt werden. Doch welcher Deutschlehrer wäre so verrückt und würde eine Arbeit nochmal schreiben lassen, für die er sich zuvor drei Wochen lang durch die Korrektur gequält hat. Er wird das Notenbild so verändern, dass es in das gewünschte Schema passt. Alles andere wäre Masochismus.</p>
<p><strong>Die Qual der Korrekturen</strong><br />
Denn Deutscharbeiten zu korrigieren ist seit langem nicht mehr das, was es früher einmal war. Schlechte Arbeiten gab es zwar schon immer, aber niemals in der Masse wie heute. Eine gute Arbeit ist relativ schnell korrigiert, doch die guten Arbeiten werden immer seltener. In der Regel muss man sich mühselig durch die Massen der Unzulänglichkeiten vorwärts bewegen. Der durchschnittliche Zeitaufwand für die Korrektur einer Arbeit erhöht sich dadurch enorm. Viele sind verzweifelt und quälen sich von Arbeit zu Arbeit voran. Manche Deutschkolleginnen und -Kollegen empfinden beim Korrigieren schon körperliche Übelkeit. Das Schlimmste sind endlos lange Arbeiten, die endlos viele Fehler enthalten. Bei Schülern gibt es die weit verbreitete Ansicht, ihre Schreibleistung verbessere sich, wenn sie möglichst viel Text zu Papier bringen. Die Korrektur einer einzigen Arbeit dauert je nach Klassenstufe manchmal mehr als eine Stunde. Deutschlehrer, die nicht selten bis zu vier Klassen im Schuljahr unterrichten, haben daher im Prinzip nie frei. Alle Wochenenden und auch in den Ferien muss korrigiert werden. Ist das zweite Unterrichtsfach auch noch ein Korrekturfach, arbeitet man im Prinzip das Doppelte bis Dreifache eines Lehrers, der lediglich zwei Nebenfächer unterrichtet.</p>
<p><strong>Gefährliche Fehlentwicklung</strong><br />
Wenn also früher bei der Entscheidung für das Studienfach Deutsch oftmals die Begeisterung für die Germanistik im Vordergrund stand, nehmen mittlerweile immer mehr Studierende Abstand vom Lehrerberuf mit diesem Fach, weil sich die unangenehmen Begleiterscheinungen herumgesprochen haben. Das ist einerseits eine verständliche Reaktion, andererseits aber auch eine gefährliche Entwicklung. Denn wir brauchen unbedingt mehr gut ausgebildete Deutschlehrkräfte um der zunehmenden sprachlichen Verarmung entgegenwirken zu können. Schüler, die die deutsche Sprache nur unzulänglich beherrschen, haben  in allen Fächern Schwierigkeiten, in denen Inhalte vorwiegend durch Texte transportiert werden. Auch wer den Text einer Mathematikaufgabe nicht versteht, wird die Aufgabe letztlich nicht lösen können. Ein Großteil aller Unternehmen setzt einen sicheren Umgang mit der deutschen Sprache voraus. Mangelhafte Deutschkenntnisse sind inzwischen ein Hauptgrund, weshalb Jugendliche bei der Bewerbung um eine Lehrstelle abgewiesen werden.</p>
<p><strong>Wo man ansetzen könnte</strong><br />
Es reicht aber nicht, nur mehr Deutschunterricht und mehr Deutschlehrer für die Schulen zu fordern. Die Förderung muss in frühester Kindheit  ansetzen, vor allem im Alter von etwa 18 Monaten bis zum dritten Lebensjahr, wenn die sprachliche Aufnahmefähigkeit am größten ist. Eine gute Sprachentwicklung ist für die Zukunftschancen eines Kindes so immens wichtig, dass man den Eltern diese Aufgabe nicht allein überlassen sollte.<br />
Es wird aber andererseits auch höchste Zeit, die überaus schwierige Arbeit der Deutschlehrkräfte zu würdigen und angemessen zu honorieren. Sie müssen in besonderem Maße gesellschaftliche Fehlentwicklungen ausbaden und werden mit ihren Problemen völlig allein gelassen. Im Saarland ist es mittlerweile viel schicker, in Kindergärten und Grundschulen Französisch anzubieten als etwas gegen die zunehmenden sprachlichen Defizite in der Muttersprache Deutsch zu unternehmen. Hunderte von Hauptschülern in Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen müssen sich mit Englisch oder Französisch rumschlagen, obwohl ihnen schon im Deutschen die Grundlagen fehlen. Man darf sich daher auch nicht wundern, wenn das Interesse an Deutsch verloren geht und stattdessen der Unterricht gestört wird. Unsere bildungspolitischen Entscheidungsträger wollen davon nichts wissen. Es passt nicht ins Konzept der frohen Botschaften. Fehlentwicklungen zuzugeben ist unpopulär. Damit kann man sich nicht profilieren.<br />
Und der Deutschlehrer bleibt einsamer denn je.<br />
Arno Malburg</p>
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		<title>Von der fortschreitenden Unfähigkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 11:26:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arno Malburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildungsbetrieb als Reparaturbetrieb Betriebe haben von Jahr zu Jahr größere Schwierigkeiten, ihre Lehrstellen zu besetzen. Ausbildungsplätze sind zwar ausreichend vorhanden, jedoch sinkt die Zahl der Jugendlichen, die diese Ausbildungsstellen auch besetzen können. Es scheitert, wie jetzt eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) wieder mal festgestellt hat, zum einen an den grundlegenden Kenntnissen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><strong>Bildungsbetrieb als Reparaturbetrieb</strong><br />
Betriebe haben von Jahr zu Jahr größere Schwierigkeiten, ihre Lehrstellen zu besetzen. Ausbildungsplätze sind zwar ausreichend vorhanden, jedoch sinkt die Zahl der Jugendlichen, die diese Ausbildungsstellen auch besetzen können. Es scheitert, wie jetzt eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) wieder mal festgestellt hat, zum einen an den grundlegenden Kenntnissen in Deutsch und Mathematik, zum anderen aber auch an der fehlenden Belastbarkeit und Disziplin. Viele Eltern, so </span>DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben, seien nicht mehr in der Lage, ihren Kindern Kompetenzen wie regelmäßiges Aufstehen, Pünktlichkeit und Leistungsbereitschaft zu vermitteln. <span id="more-287"></span>Solche Klagen sind nichts Neues. Sie kommen in regelmäßigen Abständen, werden allerdings nur noch wahrgenommen wie eine Art Naturgesetz. Niemand will sich damit auseinandersetzen, die Politik am allerwenigsten. Das Problem wird ausgeblendet, ignoriert, verdrängt. Niemand will dieses Fass aufmachen, das die schlimmsten Unzulänglichkeiten in Bildung und Erziehung zutage treten ließe. Eltern sind zunehmend mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert und das Bildungssystem ist nicht in der Lage, diesem Umstand angemessen entgegenzuwirken. Vielmehr bescheinigen uns die PISA-Studien unmissverständlich, dass nirgendwo der Bildungserfolg so stark von der sozialen Herkunft abhängig ist wie in Deutschland. Das will heißen: Ein Kind, das mit drei Jahren in den Kindergarten kommt und beispielsweise noch keine Drei-Wort-Sätze sprechen kann und dessen Motorik noch völlig unterentwickelt ist, wird mit größter Wahrscheinlichkeit schon in der Grundschule scheitern und später in der weiterführenden Schule erst recht. Das Scheitern schwacher Schüler ist hierzulande gewissermaßen vorprogrammiert. Sparpolitik, Konzeptlosigkeit und Flickschusterei gepaart mit den Unzulänglichkeiten des deutschen Bildungsföderalismus haben uns inzwischen in eine ausweglose Situation gebracht. Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher müssen die Unzulänglichkeiten verkorkster Bildungs- und Familienpolitik ausbaden. Der größte Teil ihrer Arbeitszeit besteht darin, die schlimmsten Auswüchse und Fehlleistungen abzumildern. Die Auseinandersetzung mit lernunwilligen und verhaltensauffälligen Kindern überwiegt, die Fleißigen und Unauffälligen kommen zu kurz. Der Bildungsbetrieb verkommt zum Reparaturbetrieb.</p>
<p><strong>Die vergrabene Messlatte</strong><br />
Lehrkräfte benutzen häufig das Bild von der Messlatte, die immer tiefer angesetzt werden muss. Zyniker meinen inzwischen, die Messlatte eingraben zu müssen. Doch das Problem ist bitter ernst. Immer häufiger verlassen Schülerinnen und Schüler die Grundschule, denen es an allem mangelt, was in einer Schulgemeinschaft unerlässlich ist. Aufmerksamkeit, Disziplin und Konzentrationsfähigkeit sind unterentwickelt, die Arbeitshaltung katastrophal. Was man gemeinhin unter einer guten Kinderstube versteht, fehlt oft völlig. Höflichkeit, Rücksichtnahme und Toleranz sind verkümmert, Egoismus herrscht vor. In erschreckendem Maße zugenommen hat die Zahl der Kinder, denen die Ausdauer, der Biss fehlt. Kann die Mathematikaufgabe nicht sofort gelöst werden, wird sie nicht gemacht. Soll ein größerer, zusammenhängender Text mit eigenen Worten formuliert werden, dann bereitet dies viel zu viel Mühe. „Das kann ich nicht“, heißt es dann sofort. Was auf den ersten Blick schwierig erscheint, wird sofort abgelehnt. Viele Eltern akzeptieren das ohne nachzuhaken oder sehen sofort ein Versäumnis des Lehrers. Es wird immer schwieriger, solchen Kindern Aufgaben anzubieten, mit denen sie sich noch auseiandersetzen. Die Beschäftigung auf geringem Niveau steht daher häufig im Vordergrund. Anspruchsvolle Unterrichtsinhalte bleiben auf der Strecke und damit auch Anreiz und Motivation für die leistungsstärkeren Kinder, die es schließlich immer noch gibt. Waren es früher nur Einzelfälle, so hat man es heute immer häufiger mit Klassen oder Kursen zu tun, in denen nur eine Minderheit überhaupt noch Hausaufgaben macht. Ein anspruchsvoller Unterricht ist in vielen Lerngruppen einfach nicht mehr möglich. Spätestens nach der vierten Stunde stürzt die Konzentrationsfähigkeit völlig ab. Die Störungen werden unerträglich, der Unterricht für manche Lehrkraft zum Spießrutenlauf.</p>
<p><strong>Die fortschreitende Erosion des Bildungssystems</strong><br />
Natürlich soll hier nicht der Eindruck erweckt werden, an unseren Schulen herrsche nur noch das Chaos. Es gibt weiterhin Klassen und Kurse, mit denen sich gut arbeiten lässt, mit denen der Unterricht auch Spaß machen kann. Doch das sind mittlerweile die Ausnahmefälle. Auch das Gymnasium bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. Vorbei sind dort die Zeiten, in denen die Schüler noch aufmerksam und konzentriert dem Unterricht folgten. Störungen und Regelverstöße nehmen seit Jahren kontinuierlich zu.<br />
Gesicherte Erkenntnisse gibt es zu diesem Trend leider nicht. Die Politik ist nicht daran interessiert, die fortschreitende Erosion unseres Bildungssystems statistisch auszuwerten und zu dokumentieren. Dies würde eine ganze Menge berechtigter Forderungen nach sich ziehen und die Versäumnisse könnten nicht mehr schön geredet werden. Was allein zählt, sind die Zahlen der erzielten Abschlüsse, die wiederum nichts über deren Qualität aussagen.<br />
Wer wirklich wissen will, wie es um unsere Kinder bestellt ist, muss sich mit den „langgedienten“ Lehrkräften unterhalten. Ein älterer Kollege erzählt mir von einer Deutscharbeit, die er Schüler schreiben ließ, die den Mittlere-Reife-Abschluss machen. Die Arbeit sei wesentlich schlechter ausgefallen als in einer Hauptschulklasse, wo er 10 Jahre zuvor die gleichen Aufgaben gestellt habe. Mancheiner schwärmt von früheren Zeiten, als die Zahl der Störenfriede in einer Klasse noch überschaubar war, von Schülern, auf die man sich hundertprozentig verlassen konnte. Viele kommen mit der heutigen Schülergeneration nicht mehr zurecht.  Sie können sich nicht damit abfinden, dass vieles von dem, was damals richtig und selbstverständlich war, heute mit Füßen getreten wird bzw. schwer erkämpft werden muss.</p>
<p><strong>Die Verschiebung nach unten</strong><br />
Disziplinschwierigkeiten, Konzentrationsprobleme und die fehlende Belastbarkeit gehen fatalerweise einher mit einem kontinuierlichen allgemeinen Leistungsrückgang. Den Lehrkräften bleibt nichts anderes übrig, als sich an das gesunkene Niveau der Mehrheit anzupassen. Wir erleben seit Jahren schon eine schleichende Verschiebung nach unten. Ein Mittlere-Reife-Abschluss ist heute weniger wert als vor 15 Jahren ein Hauptschulabschluss. Auch das Abitur hat inzwischen einiges von seinem ehemaligen Stellenwert eingebüßt. Es war einmal der Garantieschein für eine sichere Zukunft. Doch heute sprechen Professoren den meisten Abiturienten die Studierfähigkeit ab. Viele wollen sich die Erstsemestler künftig selbst aussuchen. Abiturienten verdrängen zunehmend Absolventen des mittleren Bildungsabschlusses auf dem Lehrstellenmarkt. Äußerst bedenklich ist dabei, dass wir trotz gesunkener Anforderungen unter den PISA-Ländern nur auf eine Studienanfängerquote von etwa 37 Prozent kommen. Damit liegen wir weit hinter Ländern wie beispielsweise Schweden (76 %), Finnland (73 %), USA (64 %).</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was zu tuen wäre</strong><br />
Der komplette Absturz unseres Bildungssystems kann eigentlich nur noch durch eine radikale Kehrtwende verhindert werden. Wir brauchen eine Familienpolitik, die sich gezielt an Eltern richtet, die Schwierigkeiten mit der Erziehung ihrer Kinder haben. Die staatliche Unterstützung für Kinder ist bislang hauptsächlich für Familien aus der Unterschicht attraktiv. Qualifizierte Frauen halten sich mit dem Kinderkriegen weiterhin sehr zurück. Das Erziehungsgeld bietet hier nur geringen Anreiz. Wer nach dem Erziehungsurlaub nicht die Gewissheit hat, direkt wieder in den Beruf einsteigen zu können, verzichtet eher auf Kinder. Die Statistik spricht hier eine deutliche Sprache: Von den ersten 750 000 Babys, für die bis Mitte 2008 Anspruch auf das Geld vom Staat erhoben wurde, <span style="color: #000000;">stammen nicht einmal fünf Prozent von hochqualifizierten Frauen in guten Jobs. Die Geburten in bildungsfernen Schichten überwiegen eindeutig &#8211; ein Umstand, der sich zwangsläufig besonders deutlich am Leistungsniveau in den Schulen bemerkbar macht.<br />
Um hier gegenzusteuern, wäre ein völliges Umdenken in der Bildungspolitik erforderlich. Wie in Finnland und Schweden müsste viel stärker in die jüngeren Jahrgänge investiert werden. Ungefähr sieben Kinder werden in skandinavischen Kindergärten von einer Erzieherin betreut, bei uns sind es oft dreimal so viel. Ähnlich schlechte Relationen haben wir in der Grundschule und in den unteren Klassen der weiterbildenden Schulen. Eine Grundschulklasse mit der im Saarland zugelassenen Höchstzahl von 29 Kindern in einem schwierigen sozialen Umfeld kann im Grunde genommen nicht ausschließlich von einer Person unterrichtet und betreut werden. Hier ist eine Doppelbesetzung erforderlich. Pädagogische Hilfskräfte müssen zusätzlich eingesetzt werden. Entscheidend ist nicht in erster Linie die Klassen- bzw. Kursgröße, sondern die Betreuungsrelation. In Klassen mit überwiegend schwierigen Schülern muss dementsprechend mehr Personal eingesetzt werden. In den höheren Klassenstufen etwa ab 10 können diese Investitionen dann wieder zurückgefahren werden. Bei uns ist es bislang genau umgekehrt: Die teuersten Schüler haben wir in den Oberstufen, ansonsten sind wir im Saarland bundesweit Schlusslicht bei den Ausgaben pro Schüler.<br />
Solche Reformen wären in unserem kopflosen System des Bildungsföderalismus nur durch eine gewaltige gemeinsame Kraftanstrengung zu erreichen. Doch davon sind wir noch Lichtjahre entfernt. Bildung in Deutschland gleicht einem Restaurant mit 16 Tischen und jeder Tisch hat seinen eigenen Koch.<br />
</span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #000000;">Arno Malburg</span></p>
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		<title>Landeselterninitiative zum Koalitionsvertrag</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 20:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arno Malburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>

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		<description><![CDATA[Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität fehlen Die Landeselterninitiative für Bildung begrüßt im Bildungsprogramm den durchgängig erkennbaren Ansatz zu mehr individueller Förderung an den Schulen. Sie kritisiert aber, dass anders als bei den Grundschulen eine Differenzierung und Individualisierung des Lernens bei den weiterführenden Schulen nicht vorgesehen ist und Förderung dort nur &#8220;außerhalb des regulären Pflichtunterrichts&#8221; angeboten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität fehlen</h2>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-77" title="logo_elterninitiative" src="http://www.pisaar.de/wp-content/uploads/2009/07/logo_elterninitiative.gif" alt="logo_elterninitiative" width="250" height="58" /><strong>Die Landeselterninitiative für Bildung begrüßt im Bildungsprogramm den durchgängig erkennbaren Ansatz zu mehr individueller Förderung an den Schulen. Sie kritisiert aber, dass anders als bei den Grundschulen eine Differenzierung und Individualisierung des Lernens bei den weiterführenden Schulen nicht vorgesehen ist und Förderung dort nur &#8220;außerhalb des regulären Pflichtunterrichts&#8221; angeboten werden soll. Gerade an den weiterführenden Schulen, insbesondere den Gymnasien, muss es Pflichtfach für Lehrer werden, die Kinder nach ihrem individuellen Lern- und Leistungsvermögen zu fördern und fordern. So hat die Erfolgsgeschichte Finnlands begonnen.</strong><span id="more-224"></span><br />
Die neue Landesregierung muss, wenn sie die Schulstruktur anpacken will, für einen breiten gesellschaftlichen Konsens werben. Wir haben angesichts des &#8220;Kulturkampfs&#8221; in Hamburg die Sorge, dass viel Kraft verbraucht wird und zu viele Verletzungen entstehen, wenn die Veränderung der Schulstruktur in den Vordergrund rückt. Hauptaufgabe ist in erster Linie die Verbesserung der Unterrichtsqualität. Uns ist der Ansatz zu längerem gemeinsamem Lernen zu kümmerlich, als dass er einen derart gravierenden Eingriff in das Konzept der weiterführenden Schulen, insbesondere der Gymnasien rechtfertigt. Gerade die Gymnasien brauchen nach Einführung von G 8, neuer Oberstufe und notwendiger G 8-Reform eine Phase der Konsolidierung und Entwicklung von Qualität im Innern.</p>
<p>Statt einer neu zu organisierenden Gemeinschaftsschule soll die Landesregierung doch auf das vorbildliche Konzept des Schengen-Lyzeums zurückgreifen und es für die sog. zweite Säule verbindlich machen. Das unter dem Einfluss Luxemburgs entstandene Konzept, eine Mischung aus Gymnasium und integrierter Gesamtschule, ähnelt dem Finnlands für seine Schulen. Wir meinen, dass diese Lösung auf größere Zustimmung stoßen wird, und heben die Vorteile des Schengen-Lyzeums hervor: echte Ganztagsschule mit max. 27 Schülern je Klasse, mit einem differenzierten Konzept für individuelle Förderung und Aufrücken bis Klasse 9, ohne Sitzenbleiben (!); der am Ende der Klasse 9 erreichte Leistungsstand ist ausschlaggebend für die von der Zeugniskonferenz zu vergebenden Berechtigungen (Bildungswege, Abschlüsse) wie  Hauptschulabschluss, Zulassung zu Klasse 10 des berufsbildenden oder Klasse 10 des gymnasialen Zweigs; höherer Bildungsabschluss nach 12 Jahren, ohne Druck wie beim G 8. Die neue Schule müsste kooperieren mit &#8220;angeschlossenen&#8221; Grundschulen.</p>
<p>Die Landeselterninitiative vermisst bei den Koalitionspartnern allgemein verbindlichere Aussagen zu kleineren Klassen und mehr Freiraum zur Entwicklung pädagogischer Konzepte an den allgemein bildenden Schulen. Aber auch zur Verbesserung der Situation der beruflichen Schulen. Enttäuschend ist es, dass ihnen im Koalitionsvertrag nur 14 Zeilen gewidmet sind, obwohl mindestens 70 % aller Schüler eines Jahrgangs berufliche Schulen besuchen. Deshalb überzeugt uns die Aussage im Vertrag nicht &#8220;Wir wollen eine echte Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung&#8221;.</p>
<p>Zu häufig ist übrigens im Koalitionsvertrag von &#8220;soll&#8221;, &#8220;soll geprüft werden&#8221; und &#8220;wird angestrebt&#8221; die Rede. Völlig fehlen Aussagen zur sozialpädagogischen und schulpsychologischen Beratung als Unterstützung des Lernens und zu einer Art Lehrer-Personalkonzept, das eine ausgewogene und qualitätsvolle Personalisierung aller Schulen mit Fachlehrern in den nächsten 10 Jahren sicherstellt und Studierenden für das Lehramt Perspektiven gibt.</p>
<p>Die Landeselterninitiative für Bildung befürchtet, dass sich die gut klingende Formel, anzustreben, &#8220;den Anteil der Ausgaben für Bildung und Wissenschaft am Landeshaushalt schrittweise auf 30 % zu erhöhen&#8221;, für die Schulen als Mogelpackung erweisen könnte. Denn nimmt man die zusätzlichen Ausgaben für die Universität, die wegen des Ausfalls von Studiengebühren, höherer Studentenzahlen sowie neuer wissenschaftlicher Einrichtungen und Studiengänge aufgebracht werden müssen, dann bleibt kein Plus für die Schulen.</p>
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		<title>Französisch um jeden Preis</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 11:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arno Malburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausweitung des Französisch-Unterrichts geht an der Realität vorbei Saarländische Kinder sollen nach den Vorstellungen der künftigen Jamaika-Regierungskoalition bereits ab dem ersten Grundschuljahr Französisch lernen. Der derzeit noch Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Klaus Kessler, nannte dies als Ziel der künftigen schwarz-gelb-grünen Bildungspolitik. Kessler ist bildungspolitischer Sprecher der Saar-Grünen und gilt als Kandidat für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Ausweitung des Französisch-Unterrichts geht an der Realität vorbei</h3>
<p><strong>Saarländische Kinder sollen nach den Vorstellungen der künftigen Jamaika-Regierungskoalition bereits ab dem ersten Grundschuljahr Französisch lernen. Der derzeit noch Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Klaus Kessler, nannte dies als Ziel der künftigen schwarz-gelb-grünen Bildungspolitik. Kessler ist bildungspolitischer Sprecher der Saar-Grünen und gilt als Kandidat für das Amt des Bildungsministers im Jamaika-Kabinett.<span id="more-198"></span></strong></p>
<p>Damit wird im Saarland ein neuer Versuch gemacht, Französisch als erste Fremdsprache zu etablieren und gegenüber Englisch aufzuwerten. Würde Kessler sich an den Schulen umhören, müsste er feststellen, dass diese Bestrebungen völlig an der Realität vorbeigehen. Eltern haben mittlerweile erkannt, das Englisch für ihre Kinder die wichtigste Fremsprache ist. Gerade für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt ist Englisch inzwischen geradezu ein Muss. Wer im EDV-Bereich oder in der Informationstechnik arbeitet, muss zwingend Englisch beherrschen, weil ein Großteil aller Texte nur in englischer Sprache zur Verfügung stehen. Schulen, die in Klasse 5 beide Sprachen anbieten, haben seit langem große Probleme damit, für die Französisch-Klassen ausreichend Kinder zu finden. Englisch-Klassen sind sofort randvoll. Nicht selten werden die Eltern geradezu genötigt, ihr Kind in eine Französisch-Klasse zu stecken.</p>
<p>Unsere Nähe zu Frankreich hat bislang nicht dazu geführt, dass Saarländer deutlich mehr als andere Deutsche Französisch lernen oder sprechen. Das Gegenteil ist der Fall. Viele Kinder tun sich mit Französisch schwer und wählen die Sprache ab.</p>
<p>Mir persönlich ist die französische Sprache auch sympathischer. Englisch ist zwar nicht so schön, aber (leider) wichtiger.</p>
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		</item>
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		<title>Ministerpräsident Peter Müller erhält ein Zeugnis</title>
		<link>http://www.pisaar.de/2009/07/10/mueller-zeugnis/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 20:13:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arno Malburg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit den Schülerinnen und Schüler im Saarland hat am letzten Schultag vor den Ferien auch Ministerpräsident Peter Müller ein Zeugnis bekommen. Erteilt und (in Abwesenheit) überrreicht wurde ihm das Zeugnis von der Landeselterninitiative für Bildung. Die Noten fallen schlecht aus und die Landesregierung wird nach 10jähriger Amtszeit aufgrund ihrer mangelhaften Leistungen für die schulische Bildung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-84" title="Zeugnis Peter Müller" src="http://www.pisaar.de/wp-content/uploads/2009/07/zeugnis_peter_mueller.gif" alt="Zeugnis Peter Müller" width="300" height="239" /><strong>Mit den Schülerinnen und Schüler im Saarland hat am letzten Schultag vor den Ferien auch Ministerpräsident Peter Müller ein Zeugnis bekommen. Erteilt und (in Abwesenheit) überrreicht wurde ihm das Zeugnis von der Landeselterninitiative für Bildung. Die Noten fallen schlecht aus und die Landesregierung wird nach 10jähriger Amtszeit aufgrund ihrer mangelhaften Leistungen für die schulische Bildung &#8220;nicht versetzt&#8221;.</strong><span id="more-82"></span><br />
Als &#8220;Leistungsnachweise&#8221; für den Ministerpräsidenten hat die Elterninitiative Daten der Statistischen Ämter des Bundes und des Landes zusammengetragen, die Aussagen über die Wirkung der Schulpolitik zulassen. Danach hat das Saarland im Vergleich zu den anderen Bundesländern die meisten frühen Schulabgänger und die zweithöchste Anzahl an Personen mit niedrigem Bildungsstand. Fast 21 % der Bevölkerung zwischen 18 und 25 Jahren verfügen über keinen Abschluss im Sekundarbereich II. Damit ist das Saarland Schlusslicht. Mittlere Reife und Abitur machen im Saarland weit weniger Schüler als im Bundesdurchschnitt (viertletzter Platz). Bei den 25- bis unter 65-Jährigen in der Bevölkerung ohne beruflichen Abschluss und ohne (Fach-)Hochschulreife liegt das Saarland mit 21 % auf dem zweitletzten Platz. Im Saarland gibt es mit 11 % wie ansonsten nur noch in Sachsen-Anhalt die geringsten Anteile der Bevölkerung mit Hochschulabschluss bzw. Promotion. Das Saarland hat nach Bayern das schlechteste ganztagsschulische Angebot in Deutschland an allgemein bildenden Schulen, die Klassen sind zu groß, Lehrer zu hoch belastet und überaltert. Zu wenig fachliche Kompetenz wird in der frühkindlichen Bildung eingesetzt.</p>
<p>Die Elterninitiative wirft der Landesregierung vor, zu wenig in die Bildung investiert zu haben. Während im Bund die Ausgaben je Schüler im Jahr 2006 mit durchschnittlich 4.900 Euro um 17 % höher lagen als noch im Jahr 1999, stehe das Saarland mit 4.300 Euro gerade mal auf dem Niveau der Bundesländer im Jahr 2000 und falle im Bundesvergleich immer weiter ab.</p>
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