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	<title>PiSAAR &#187; Bildungsqualität</title>
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	<description>Bildungsblog Saar</description>
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		<title>Landeselterninitiative: Die Landesregierung täuscht mit beschönigtem Bildungsbericht</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 23:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Ländervergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsausgaben]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Landeselterninitiative für Bildung wirft der Landesregierung vor, anlässlich der gestrigen Landtagsdebatte zum Haushalt 2012 mit einem selbstgestrickten Bildungsbericht die Höhe der Bildungsausgaben verfälscht und die Öffentlichkeit getäuscht zu haben. Der hausgemachte Bericht, so die Elterninitiative, sei solange schön gerechnet worden, bis er die im Koalitionsvertrag versprochene Höhe der Bildungsausgaben von 30 Prozent des Gesamthaushaltes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Landeselterninitiative für Bildung wirft der Landesregierung vor, anlässlich der gestrigen Landtagsdebatte zum Haushalt 2012 mit einem selbstgestrickten Bildungsbericht die Höhe der Bildungsausgaben verfälscht und die Öffentlichkeit getäuscht zu haben. Der hausgemachte Bericht, so die Elterninitiative, sei solange schön gerechnet worden, bis er die im Koalitionsvertrag versprochene Höhe der Bildungsausgaben von 30 Prozent des Gesamthaushaltes ausweisen konnte.<br />
Die Elternvertretung beruft sich dabei auf den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Fachveroeffentlichungen/BildungForschungKultur/BildungKulturFinanzen/BildungsfinanzberichtTabellenteil,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">Bildungsfinanzbericht 2011</a>. Danach ist der saarländische Anteil der Bildungsausgaben am Gesamthaushalt mit 21,9 Prozent der zweitniedrigste aller Bundesländer (dicht hinter Schlusslicht Brandenburg mit 21,5 Prozent). Das Saarland, so der Vorwurf, orientiere sich nicht an den bildungsrelevanten Ausgaben, die dem Bildungsfinanzbericht 2011 als Berechnungsgrundlage dienen, sondern betrachte vorwiegend so genannte politisch bedingte Handlungsfelder. Mit dem eigenen Bildungsbericht der Jamaika-Regierung sei daher ein Vergleich der Bildungsausgaben mit den anderen Bundesländern nicht möglich.</p>
<p>Die vollständige Presserklärung der Landeselterninitiative mit näheren statistischen Angaben im Datei-Anhang</p>
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		<title>&#8220;Gemeinsam&#8221; auf dem Holzweg</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 19:13:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaftsschule]]></category>
		<category><![CDATA[gemeinsames Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gemeinschaftsschule und die Inflation der Gemeinsamkeit Der Flyer, mit dem das Bildungsministerium für die Gemeinschaftsschule wirbt, enthält ungefähr 30 mal die Begriffe &#8220;gemeinsam&#8221; und &#8220;Gemeinschaft&#8221;. Wir kennen das aus der Werbebranche: zentrale, positiv besetzte Wörter werden so oft wiederholt, bis sie in allen Köpfen drin sind. Die Botschaft lautet: Gemeinschaftsschule hat etwas mit gemeinsam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Gemeinschaftsschule und die Inflation der Gemeinsamkeit</strong><br />
Der Flyer, mit dem das Bildungsministerium für die Gemeinschaftsschule wirbt, enthält ungefähr 30 mal die Begriffe &#8220;gemeinsam&#8221; und &#8220;Gemeinschaft&#8221;. Wir kennen das aus der Werbebranche: zentrale, positiv besetzte Wörter werden so oft wiederholt, bis sie in allen Köpfen drin sind. Die Botschaft lautet: Gemeinschaftsschule hat etwas mit gemeinsam zu tun und Kinder, die dort hin gehen, lernen folglich gemeinsam &#8211; was immer das auch heißt. Und völlig inhaltsleere Sätze werden produziert wie der hier: &#8220;Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche, die gemeinsam lernen, umso mehr von- und miteinander lernen.&#8221; Ebenso könnte man auch schreiben: &#8220;Studien belegen, dass gegen Abend mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen ist&#8221;.<br />
Und genauso unreflektiert wird inzwischen die Gemeinschaftsschule von allen Befürwortern als Schule angepriesen, die &#8220;längeres gemeinsames Lernen&#8221; ermögliche. Diese Behauptung wird entweder nachgeplappert oder bewusst als Täuschung eingesetzt. Kaum jemand macht sich die Mühe, diese Aussage auf ihren Gehalt und ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.</p>
<p><strong>Was bedeutet &#8220;längeres gemeinsames Lernen&#8221;?<span class="Apple-converted-space"> </span></strong><br />
Längeres gemeinsames Lernen ist zunächst einmal das, was es so ziemlich überall auf der Welt gibt, nur nicht in Deutschland. Nur bei uns ist bereits nach der vierten Grundschulklasse Schluss mit dem gemeinsamen Lernen. Dann werden die Kinder im drei- oder zweigliedrigen Schulsystem aussortiert und auf Gymnasien, Realschulen, Gesamtschulen, Hauptschulen, Oberschulen usw. verteilt. In allen anderen Staaten bleiben die Kinder mindestens bis zur 8 Klasse zusammen, lernen also vom 1. bis zum 8. Schuljahr wirklich gemeinsam. Erst danach setzt die gymnasiale oder berufliche Bildung ein. Wenn wir also gemeinsames Lernen für uns reklamieren, dann betreiben wir mit dieser Bezeichnung im höchsten Maße Schindluder. Deutschland, schon seit Jahrzehnten von OECD, UNESCO, UNICEF, der EU-Kommission, den Vereinten Nationen und anderen Institutionen gescholten wegen seiner Schulpolitik der frühzeitigen sozialen Auslese, hat nicht das Recht, sich dieser Begrifflichkeit zu bedienen.<br />
Je nach Bundesland gibt es bei uns allenfalls zarte Ansätze, dieses selektive und diskriminierende Bildungssystem teilweise zu überwinden, indem erst nach der 6. Klasse aufgeteilt wird.<br />
Im Saarland hingegen hat sich die Festung Gymnasium unumstößlich etabliert. Weiterhin werden 10-jährige aussortiert, nur ab dem nächsten Schuljahr nicht mehr auf drei sondern nur noch auf zwei Schulformen (Förderschulen nicht mit gerechnet).<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><strong>Gibt es gemeinsames Lernen an der Gemeinschaftsschule?</strong><br />
Doch wie geht es jetzt weiter mit dem gemeinsamen Lernen? Auch an der Gemeinschaftsschule gibt es zunächst einmal die so genannte Orientierungsphase in Klasse 5 und 6. In diesen beiden Jahre haben die Schülerinnen und Schüler Zeit, wieder eine funktionierende Klassengemeinschaft aufzubauen. Doch danach ist schon wieder Schluss mit der Gemeinsamkeit. Durch die Einführung von leistungsbezogenen Kursen ab Klasse 7 (Grund- und Erweiterungskurse) erfolgt nun gewissermaßen die zweite Stufe der sozialen Auslese: Alle Schüler, die in den Grundkursen landen, wissen jetzt, dass sie tiefer nicht mehr fallen können. Was vorher noch an Gemeinsamkeiten vorhanden war, wird auf diese Weise wieder zunichte gemacht, auch wenn der Klassenverband formal bis zum 9. Schuljahr erhalten bleibt. Der gemeinsame Klassenunterricht in den so genannten Nebenfächern (Musik, Kunst, Sport, Religion, Arbeitslehre, Gesellschaftswissenschaften) kann die negativen Folgen dieser Trennung nicht auffangen. Viele Schülerinnen und Schüler, die jetzt am unteren Ende der Einstufung angelangt sind, empfinden nun die Klasse nicht mehr als einen Ort der Gemeinschaft, der gemeinsames Lernen möglich macht. Sie sondern sich zunehmend ab, stören häufig im Klassenverband, sehen sich als Verlierer. Die Chance, vielleicht doch noch in einen Erweiterungskurs zu kommen, ist dann erfahrungsgemäß rein theoretischer Natur.</p>
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		<title>Gemeinschaftsschule auf Sparkurs</title>
		<link>http://www.pisaar.de/gemeinschaftsschule-auf-sparkurs/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 11:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Ländervergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaftsschule]]></category>

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		<description><![CDATA[Eltern warnen vor schleichenden Einsparungen bei den allgemeinbildenden Schulen Durch die Zusammenfassung von Gesamtschulen und Erweiterten Realschulen zur Gemeinschaftsschule sollen bereits im kommenden Haushaltsjahr 10 Lehrerstellen gestrichen werden. Weitere Stelleneinsparungen sind am Gymnasium (16) und an den Grundschulen (3) vorgesehen, wie die Landeselterninitiative für Bildung dem Haushaltsentwurf 2012 entnehmen konnte. Damit bestätigt sich jetzt schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eltern warnen vor schleichenden Einsparungen bei den allgemeinbildenden Schulen</strong></p>
<p><a href="http://www.pisaar.de/wp-content/uploads/2009/07/logo_elterninitiative.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-77" style="margin: 3pt 5px 5px 0px;" title="logo_elterninitiative" src="http://www.pisaar.de/wp-content/uploads/2009/07/logo_elterninitiative.gif" alt="" width="250" height="58" /></a>Durch die Zusammenfassung von Gesamtschulen und Erweiterten Realschulen zur Gemeinschaftsschule sollen bereits im kommenden Haushaltsjahr 10 Lehrerstellen gestrichen werden. Weitere Stelleneinsparungen sind am Gymnasium (16) und an den Grundschulen (3) vorgesehen, wie die <a href="http://www.eltern-fuer-bildung.de/" target="_blank">Landeselterninitiative für Bildung</a> dem Haushaltsentwurf 2012 entnehmen konnte.</p>
<p>Damit bestätigt sich jetzt schon unsere Befürchtung, dass die Gemeinschaftsschule maßgeblich als Instrument zum Sparen eingesetzt werden soll. Die saarländische Landesregierung missachtet ihr Versprechen, die sogenannte demographische Rendite (Einsparungen durch den Schülerrückgang) an die Schulen weiterzugegeben. Sie ignoriert zudem die zusätzlichen Verpflichtungen, die den Lehrkräften durch die Einführung des neuen Schulsystems, den Ausbau von echten Ganztagsschulen und die Umsetzung der UN-Konvention zur Integration von behinderten Kindern entstehen. Das Land bleibt also weiterhin auf Sparkurs: mehr Arbeit bei gleichzeitig immer weniger und vor allem auch immer schlechter ausgebildetem Personal.</p>
<p>Dieser Trend ist um so unverständlicher, weil das Saarland schon vor der Einführung der Schuldenbremse mit seiner Bildungsbilanz im Ländervergleich ganz hinten rangierte. Auch dafür liefert die Landeselterninitiative die Zahlen:<br />
- Letzter Platz bei den Ausgaben für allgemeinbildende und berufliche Schulen<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
- Zweitletzter Platz (nach Bremen)bei der Anzahl der Personen mit niedrigem Bildungsstand<br />
- Schlusslicht beim Anteil der Bildungsabschlüsse im Sekundarbereich II (Abitur, Fachhochschulreife) mit 16,3%.</p>
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		<title>Der Umgang mit der ungeliebten Konkurrenz</title>
		<link>http://www.pisaar.de/der-umgang-mit-der-ungeliebten-konkurrenz/</link>
		<comments>http://www.pisaar.de/der-umgang-mit-der-ungeliebten-konkurrenz/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 10:27:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Schulstruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Privatschulen]]></category>
		<category><![CDATA[Schulschließungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Jamaika-Regierung will die Entstehung von Privatschulen erschweren Die saarländische Landesregierung will die Bedingungen für die Entstehung von Privatschulen verschärfen. Dazu hat Bildungsminister Klaus Kessler am 24. September dem Landtag einen Gesetzentwurf vorgelegt, der mit folgendem Wortlaut beginnt: &#8220;Die privaten Ersatzschulen finden seit einigen Jahren bundesweit einen vermehrten Zuspruch. Das hat zu einer Welle von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Jamaika-Regierung will die Entstehung von Privatschulen erschweren</h3>
<p>Die saarländische Landesregierung will die Bedingungen für die Entstehung von Privatschulen verschärfen. Dazu hat Bildungsminister Klaus Kessler am 24. September dem Landtag einen Gesetzentwurf vorgelegt, der mit folgendem Wortlaut beginnt:<br />
&#8220;Die privaten Ersatzschulen finden seit einigen Jahren bundesweit einen vermehrten Zuspruch. Das hat zu einer Welle von Gründungsinitiativen geführt, die in den Jahren 2007 bis 2010 auch das Saarland erfasst hat &#8230;&#8221;<span id="more-788"></span></p>
<p>Im Anschluss wird dann begründet, wie man diesem &#8220;vermehrten Zuspruch&#8221; begegnen will. Demnach soll für die Leitung einer Privatschule künftig eine &#8220;fachliche Qualifikation&#8221; abverlangt werden. Welche Voraussetzungen an eine solche Qualifikation geknüpft sind, lässt der Gesetzentwurf allerdings offen. Vor allem aber will das Land sein eigenes finanzielles Risiko bei der Gründung einer Privatschule mindern. Die staatlichen Zahlungen zu den laufenden Personal- und Sachkosten, zu denen das Land verpflichtet ist, sollen erst nach einer &#8220;erfolgreichen Gründungsphase&#8221; einsetzen. Auch mit der Gewährung von Baukostenzuschüssen will man sich zunächst einmal zurückhalten. Und zur Begründung dieser Maßnahmen wird immer wieder auf die &#8220;Vorfälle an den Don-Bosco-Schulen&#8221; verwiesen. Zur Erinnerung: Das Jamaika-Bildungsministerium versucht bereits seit Beginn seiner Amtszeit diese Schulen wegen nicht näher erläuterter Vorfälle zu schließen &#8211; und ist damit nun beim Verwaltungsgericht endgültig gescheitert. Wenn an diesen kirchlichen Schulen unerlaubte Erziehungsmaßnahmen stattgefunden haben, dann sollte gegen die Verantwortlichen mit aller Härte vorgegangen werden. Jedoch solche Vorfälle zum Anlass zu nehmen, in einem Rundumschlag gleich sämtliche Schulen zu schließen, hinterlässt einen faden Nachgeschmack. Würde man solche Maßstäbe auf die staatlichen Schulen anwenden, käme es zu einer Schulschließungswelle. Man mag zu dem Erziehungsstil der Pius-Schulen stehen wie man will. Doch in einer pluralistischen Gesellschaft sollte auch den Eltern Rechnung getragen werden, die ihre Kinder nach einem konservativen Weltbild erziehen wollen.</p>
<p>Die zunehmende Zahl von Privatschulen ist zunächst einmal nichts anderes als eine Reaktion auf den maroden Zustand des staatlichen Schulsystems. Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder an Schulen, die nicht den staatliche Restriktionen (zu große Klassen, Lehrermangel, unflexible Strukturen) unterworfen sind. Wer will es ihnen verdenken.<span class="Apple-converted-space">  </span>Das Land sollte daher nicht versuchen, sich der ungeliebten Konkurrenz durch juristische Tricks zu entledigen. Es kann sich seine &#8220;Kundschaft&#8221; nur erhalten, indem es selbst für schulische Bedingungen sorgt, die Privatschulen überflüssig machen.</p>
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		<title>SPD warnt: Internet nicht verteufeln!</title>
		<link>http://www.pisaar.de/internet-nicht-verteufeln/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 17:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut einer vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenen Studie zur Internetnutzung sind ein Prozent der 14- bis 64-Jährigen internetsüchtig. Demnach gelten etwa 560 000 Bundesbürger zwischen 14 und 64 Jahren als internetabhängig. Junge Leute seien am stärksten betroffen. Der bildungspolitsche Sprecher und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Ulrich Commerçon hat dazu eine Presseerklärung veröffentlicht, die wir hier ungekürzt veröffentlichen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut einer vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenen Studie zur Internetnutzung sind ein Prozent der 14- bis 64-Jährigen internetsüchtig. Demnach gelten etwa 560 000 Bundesbürger zwischen 14 und 64 Jahren als internetabhängig. Junge Leute seien am stärksten betroffen.</p>
<p>Der bildungspolitsche Sprecher und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Ulrich Commerçon hat dazu eine Presseerklärung veröffentlicht, die wir hier ungekürzt veröffentlichen:</p>
<p><strong>Internet nicht verteufeln – Bildungspolitik ist gefragt!</strong><br />
„Die aktuelle Studie der Universität Lübeck zur ‚Internetsucht‘ liefert zum ersten Mal belastbare Zahlen zur Internetnutzung besonders junger Menschen. Sie darf jedoch nicht dazu genutzt werden, das Internet zu verteufeln“, erklärt Ulrich Commerçon, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.<br />
„Es besteht insbesondere die Gefahr, dass Eltern verunsichert werden, auch wenn sich ihre Kinder in einem angemessenen Umfang mit dem Internet beschäftigen. Das Internet ist zu einer wichtigen Kulturtechnik geworden und bietet Nutzerinnen und Nutzern jeden Alters auch enorme Chancen. Um diese bewusst zu machen und mögliche Gefahren der Netznutzung zu vermeiden, ist eine aktive Bildungspolitik gefragt: Wir brauchen mehr Medienkompetenz vor allem von Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern – somit das genaue Gegenteil einer Verdammung des Internets.“<br />
Die Länder Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern nähmen hier eine Vorreiterrolle bei der Vermittlung von Medienkompetenz ein. Ziel sei es, dass ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Internet durch alle Altersgruppen erlernt werde. Denn nach wie vor sei noch nicht einmal jeder fünfte Deutsche überhaupt im Internet gewesen. Daher hätten gerade ältere Menschen hier noch Vorbehalte, während für jüngere die Netznutzung eine Selbstverständlichkeit sei.<br />
„Wenn wir zudem das Internet als eine Verlagerung des Lebens in das Digitale begreifen, wird die Bedeutung der Medienkompetenz umso deutlicher: Denn alle „realen“ Süchte, wie beispielsweise eine Kaufsucht, können sich ins Netz verlagern und aufgrund fehlender sozialer Kontrolle sogar verstärken. Das Problem ist somit nicht vorrangig eine ‚Internetsucht‘, sondern bereits bekannte Suchtgefahren. Ein bewusster Umgang mit dem Medium Internet kann somit doppelt vorbeugen“, so Commerçon.</p>
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		<title>Personalsituation spitzt sich zu</title>
		<link>http://www.pisaar.de/personalsituation-spitzt-sich-zu/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 16:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaftsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerversorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[Einführung der Gemeinschaftsschule wird in Frage gestellt Das Saarland hat Probleme mit der Lehrerversorgung. Die Situation hat sich offenbar so verschärft, dass es zweifelhaft ist, ob die Qualitätskriterien zur Einführung der Gemeinschaftsschule erfüllt werden können. Die Zeichen stehen schlecht. Nachwuchskräfte, die nicht hier durch Haus oder Familie gebunden sind, wandern in die anderen Bundesländer ab. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einführung der Gemeinschaftsschule wird in Frage gestellt</strong><em><br />
</em></p>
<p>Das Saarland hat Probleme mit der Lehrerversorgung. Die Situation hat sich offenbar so verschärft, dass es zweifelhaft ist, ob die Qualitätskriterien zur Einführung der Gemeinschaftsschule erfüllt werden können.</p>
<p>Die Zeichen stehen schlecht. Nachwuchskräfte, die nicht hier durch Haus oder Familie gebunden sind, wandern in die anderen Bundesländer ab. Dort bekommen sie eine höhere Eingangsvergütung, eine unbefristete Beamtenstelle, bessere Arbeitsbedingungen (kleinere Klassen und Kurse, besser ausgestattete Schulen) und jede Menge weitere Vergünstigungen, die das Saarland nicht bieten kann. Wer ein gutes Lehrerexamen in einer gefragten Fächerkombination gemacht hat, kann sich unter den wohlhabenden Bundesländern die beste Stelle aussuchen &#8211; wie im Katalog. Es gehört zu den größten Verwerfungen des deutschen Bildungsföderalismus, dass reiche Bundesländer ihren Bürgern bessere Schulen und besser ausgebildete Lehrkräfte bieten können als arme Schlucker wie das Saarland, das den Betrieb inzwischen nur noch durch den verstärkten Einsatz von Aushilfskräften aufrechterhalten kann.</p>
<p>Doch die Probleme sind größtenteils hausgemacht. Zumindest, was das Saarland angeht. Es war kein geringerer als unser ehemaliger Ministerpräsident Peter Müller, der sich anlässlich der Föderalismusreform I im Jahre 2006 mit den anderen CDU-Landesfürsten dafür stark machte, dass die Rahmenkompetenz des Bundes für die Besoldung, die Versorgung und das Dienstrecht der Landesbeamten wieder ausschließlich in die Kompetenz der Länder übertragen wurde. War die Besoldung bis dahin bundesweit noch überwiegend einheitlich geregelt, konnten die Länder von nun an nach Gutsherrenart wieder selbst festlegen, was sie ihren Beamten zahlen. Müller wird genau gewusst haben, dass er auf diese Weise das Saarland in eine gefährliche Konkurrenzsituation bringen wird. Er muss somit die negativen Folgen in Kauf genommen haben, um endlich auch den direkten Zugriff auf die Beamtenbezüge zu erhalten. Ein Beispiel ist die für dieses Jahr verordnete Nullrunde. Wurde vor der Föderalismusreform noch das Tarifergebnis im Öffentlichen Dienst regelmäßig auf die Beamten übertragen, können die Landesregierungen nun willkürlich festlegen, ob und in welcher Höhe eine Anpassung der Bezüge erfolgt.</p>
<p>Damit hat Müller seinem &#8220;Aufsteigerland&#8221; einen Bärendienst erwiesen und dessen Überlebensfähigkeit einmal mehr in Frage gestellt. Unter diesen Umständen muss auch erneut überdacht werden, ob die Einführung der Gemeinschaftsschule angesichts der miserablen personellen Situation überhaupt noch möglich ist. Die Umstellung auf die neue Schulform bindet eine Menge Personal, das schon jetzt nicht vorhanden ist. Der Start der Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2012/2013 könnte ein gewaltiger Fehlstart werden.</p>
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		<title>Bildungsmonitor 2011</title>
		<link>http://www.pisaar.de/bildungsmonitor-2011/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 16:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrersituation]]></category>
		<category><![CDATA[Ländervergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrergesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Saarland vernachlässigt die Lehrergesundheit Das Saarland ist in der Länder-Vergleichsstudie Bildungsmonitor 2011 weiter nach unten abgerutscht und steht jetzt auf Platz 11 von 16. Die der Studie zugrunde liegenden Daten beziehen sich auf das Jahr 2009. Deshalb sollte man fairerweise die jetzige Jamaika-Landesregierung nicht für dieses magere Ergebnis verantwortlich machen. Die (bildungs)politische Verantwortung müsste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Saarland vernachlässigt die Lehrergesundheit</strong></p>
<p><a href="http://www.pisaar.de/wp-content/uploads/2011/08/dienstunfaehigkeit300.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-629" style="margin: 3px 5px 5px 0px;" title="dienstunfaehigkeit300" src="http://www.pisaar.de/wp-content/uploads/2011/08/dienstunfaehigkeit300.gif" alt="" width="300" height="165" /></a>Das Saarland ist in der <a href="http://www.insm-bildungsmonitor.de/2011_best_saarland.html" target="_blank">Länder-Vergleichsstudie Bildungsmonitor 2011</a> weiter nach unten abgerutscht und steht jetzt auf Platz 11 von 16. Die der Studie zugrunde liegenden Daten beziehen sich auf das Jahr 2009. Deshalb sollte man fairerweise die jetzige Jamaika-Landesregierung nicht für dieses magere Ergebnis verantwortlich machen. Die (bildungs)politische Verantwortung müsste wohl die damalige Bildungsministerin und jetzige Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) übernehmen. Dennoch verteidigte ihr Nachfolger Klaus Kessler (Grüne) die miserablen Werte tapfer gegenüber der heimischen Presse.</p>
<p>Zunächst einmal die guten Nachrichten: Im Saarland erwerben verhältnismäßig viele Hochschulabsolventen einen Doktor- oder Professorentitel. Erfolge gibt es im Kampf gegen die Bildungsarmut: Die Schulabbrecherquote konnte deutlich reduziert werden. Auch die Leseleistung hat sich, bezogen auf die Bildungsstandards,  stark verbessert.</p>
<p>Weniger Erfreuliches kommt aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung: Es gibt immer noch zu wenig Ganztagsplätze an den Kindertagesstätten. Zudem konnten bei uns, wie es in der Studie heißt, &#8220;die gestiegenen qualitativen Anforderungen an das Personal &#8230; nicht umgesetzt werden.&#8221; Der Anteil des Personals mit Hochschul- oder Fachhochschulausbildung ist bundesweit am geringsten (1,7 Prozent). Dieser Wert lässt darauf schließen, dass die Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern im Saarland wohl ganz besonders schlecht ist.</p>
<p>Schlusslicht ist das Saarland ebenso beim Ausbau der Ganztagsbetreuung an den weiterführenden Schulen.  Nur 1,3 Prozent der Schüler besuchten im Jahre 2009 eine gebundene Ganztagsschule.</p>
<p>Besonders wenig Wert legt das Saarland offenbar auf die Zufriedenheit seiner Lehrerinnen und Lehrer. Der Anteil der wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand gehenden Lehrkräfte ist mit 36,5 Prozent (Bundesdurchschnitt: 21,7) mit Abstand der größte in ganz Deutschland (s. Grafik). Dies erklärt auch die zunehmende Abwanderungstendenz in die anderen Bundesländer, die neben besseren finanziellen und schulischen Bedingungen auch Altersteilzeitregelungen anbieten, die es im Saarland nicht gibt.</p>
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		<title>Arbeitshaltung mangelhaft</title>
		<link>http://www.pisaar.de/arbeitshaltung-mangelhaft/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 16:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitshaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Arbeitshaltung ist der Schlüssel für schulischen Erfolg oder Misserfolg Die Diskussion um die richtige Schule und das beste Bildungskonzept nimmt in unserer Gesellschaft einen breiten Raum ein. Viele Eltern neigen dazu, solchen äußeren Faktoren die entscheidende Bedeutung für eine erfolgreiche schulische Entwicklung ihres Kindes zuzumessen. Natürlich ist es wichtig, wie groß die Klassen sind, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Arbeitshaltung ist der Schlüssel für schulischen Erfolg oder Misserfolg</strong></p>
<p><em>Die Diskussion um die richtige Schule und das beste Bildungskonzept nimmt in unserer Gesellschaft einen breiten Raum ein. Viele Eltern neigen dazu, solchen äußeren Faktoren die entscheidende Bedeutung für eine erfolgreiche schulische Entwicklung ihres Kindes zuzumessen. Natürlich ist es wichtig, wie groß die Klassen sind, ob die Lehrkräfte noch jung und motiviert sind. Auch die Ausstattung und das Förderkonzept einer Schule sind berechtigterweise wichtige Schulauswahlkriterien für die Eltern. Und ganz ohne Zweifel haben es die Kinder auch leichter, wenn sie gute schulische Bedingungen vorfinden. Doch ausschlaggebend für ihren Lernerfolg sind diese Umstände nicht.</em></p>
<p>Wie sich Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit weiterentwickeln und welche Abschlüsse sie schaffen hängt mittlerweile in erster Linie von ihrer Arbeitshaltung ab. Erfolg oder Misserfolg sind immer weniger intelligenzbedingt. Entscheidend ist inzwischen vor allem, inwieweit überhaupt noch der Wille bzw. die Fähigkeit zum Lernen und Üben vorhanden sind. Die meisten Kinder scheitern nicht aus Verständnisgründen, sondern weil sie zu wenig oder nichts tun, um das Gelernte zu sichern und zu verfestigen. Die Arbeitshaltung ist zum Schlüsselbegriff unserer Zeit geworden. Wenn sie nicht stimmt, nützt auch die beste Schule nichts. Der Unterricht kann noch so schön sein, aber er entbindet nicht von der Verpflichtung des eigenständigen Arbeitens. Ob es nun darum geht, Vokabel zu lernen, Mathe zu üben oder Texte zu lesen bzw. zu verfassen &#8211; die Bereitschaft, überhaupt noch etwas ohne Spaßfaktor zu tun, nimmt von Jahr zu Jahr in erschreckendem Maße ab.</p>
<p>Lehrkräfte kämpfen mehr oder weniger machtlos gegen diese Entwicklung an. Sie versuchen es mit Druck, wenden sich an die Eltern, lassen &#8220;nachsitzen&#8221;. Sie verteilen Belohnungspunkte für gemachte Hausaufgaben. Doch der organisatorische Aufwand für derartige erzieherische Maßnahmen (die eigentlich die Eltern zu leisten hätten) ist in vielen Klassen und Kursen kaum noch zu stemmen. Problematisch wird es vor allem, wenn von den Eltern keine Unterstützung zu erwarten ist.</p>
<p>Erfolge im Kampf gegen die Arbeitsverweigerung gibt es mitunter noch bei den &#8220;Null-Bock&#8221;-Schülern, bei denen sich manchmal doch noch (wenn auch oft sehr spät) die Erkenntnis durchsetzt, dass es ohne Eigenleistung nicht geht. Doch sprunghaft gestiegen ist leider auch die Zahl der Kinder mit großen Konzentrationsstörungen. Hier wäre es falsch, von Arbeitsverweigerung zu sprechen. Diese Kinder können nicht gezielt arbeiten und scheitern sofort, wenn eine Aufgabe nicht schnell zu bewältigen ist oder verstärkte Aufmerksamkeit bzw. Ausdauer von ihnen abverlangt wird.</p>
<p>In jedem Fall sind solche Schülerinnen und Schüler eine Katastrophe für den Unterricht. Sie verlieren irgendwann den Faden. Sie stören häufig, weil sie sich dann langweilen oder weil das die einzige Möglichkeit ist, sich bemerkbar zu machen. Sie treiben das Lernniveau der gesamten Klasse in den Keller und Stoffpläne können nicht eingehalten werden. Sie binden einen großen Teil der Arbeitszeit und Arbeitskraft der Lehrkräfte, sind ein Hauptgrund für Krankmeldungen und vorzeitiges Ausscheiden aus dem Dienst.</p>
<p>Die Politik wird auf Dauer nicht umhin kommen, dieser demographischen Entwicklung (weniger Kinder bei sinkendem Leistungsniveau und mehr Verhaltensauffälligkeiten) gegenzusteuern. Doch allein durch die Konstruktion immer neuer Schulformen (von denen es im föderalistisch gegliederten Deutschland inzwischen über 70 gibt) ist das Problem nicht zu lösen. Ein wichtiger Schritt ist sicherlich der Ausbau von echten, gebundenen Ganztagsschulen. Damit sind wir allerdings im Saarland mal wieder weit hinterm Berg. Hierzulande hatte man sich dafür entschieden, die Fördergeldes des Bundes zur Schaffung von Ganztagsschulen für die Billigversion der Nachmittagsbetreuung auszugeben. Bildungsminister Klaus Kessler wird es jedenfalls schwer haben, unter diesen Voraussetzungen der hohen Nachfrage nach echten Ganztagsschulen gerecht zu werden.</p>
<p>Doch machen wir uns nichts vor! Wir kommen aus dieser Sackgasse nur raus durch radikale familienpolitische Eingriffe. Eltern müssen wesentlich stärker als bisher in das schulische Geschehen einbezogen werden, zur Not auch per Gesetz. Und Schulleitungen dürfen nicht den Eindruck vermitteln, dass Eltern und Erziehungsberechtigte mit dem Kind auch ihren Erziehungsauftrag an die Schule abgeben können.</p>
<p>Ein guter Ansatz ist das seit 2004 im Saarland praktizierte Modell der <a href="http://www.elternschule.saarland.de/" target="_blank">Elternschule</a>. Die jüngste Auswertung hat jedoch gezeigt, dass die Informationsveranstaltungen zu den Bildungs- und Erziehungsfragen überwiegend von den Eltern besucht werden, die aus bildungsnahen Schichten kommen.<br />
Man kennt es auch vom Elternabend an der Schule: Gerade diejenigen kommen nicht, für die es am wichtigsten wäre.</p>
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		<title>Die Gemeinschaftsschule und das Abitur</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 20:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schulstruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Abitur]]></category>
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		<description><![CDATA[Für die Akzeptanz der künftigen Gemeinschaftsschule ist es von entscheidender Bedeutung, einen alternativen Weg zum Abitur anbieten zu können. An diesem Merkmal wird krampfhaft festgehalten. Abitur muss sein &#8211; um jeden Preis! Da das bisherige Konzept der Gemeinschaftsschule (Eckpunktepapier des Bildungsministeriums) sich sehr stark an das der Gesamtschule anlehnt, müssen wir davon ausgehen, dass auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Akzeptanz der künftigen Gemeinschaftsschule ist es von entscheidender Bedeutung, einen alternativen Weg zum Abitur anbieten zu können. An diesem Merkmal wird krampfhaft festgehalten. Abitur muss sein &#8211; um jeden Preis! Da das bisherige <a href="http://www.pisaar.de/wp-content/files/Eckpunktepapier_Gemeinschaftsschule.pdf" target="_blank">Konzept der Gemeinschaftsschule</a> (Eckpunktepapier des Bildungsministeriums) sich sehr stark an das der Gesamtschule anlehnt, müssen wir davon ausgehen, dass auch an der neuen Schulform das Abitur &#8220;gesamtschulmäßig&#8221; gestrickt wird. Um also etwas über die künftige Qualität des alternativen Abiturs auszusagen, lohnt sich ein Blick auf die bisherige Gesamtschulpraxis.</p>
<p><strong>Abiturvorbereitung völlig unzulänglich</strong></p>
<p>Danach werden potentielle Abiturientinnen und Abiturienten in den Fächern Mathematik und den Fremdsprachen (ab Klasse 7), in Deutsch (ab Klasse 8 ) sowie in Physik und Chemie (ab Klasse 9) in sogenannte Erweiterungskurse (EKs) eingeteilt, die zur mittleren Reife führen sollen. Alle anderen Fächer werden im Klassenverband unterrichtet. Im 5. und 6. Schuljahr gibt es noch keine Kurse und die Klassen bleiben immer zusammen. Dort wird das Leistungsbild vor allem durch das Niveau der Hauptschüler bestimmt, die zahlenmäßig überwiegen. Die wenigen sehr leistungsfähigen Schüler sind im Klassenverband eigentlich fehl am Platz.<br />
Eine Vorbereitung auf das Abitur setzt ansatzweise erst im 10. Schuljahr ein. Dort gibt es erstmals neben den Erweiterungskursen auch noch sogenannte Aufbaukurse. Aufbaukurse werden an wenigen Gesamtschulen zwar auch schon in Klasse 9 eingerichtet, meistens finden sich jedoch zu wenig dafür in Frage kommende Kandidaten. Die Kurse wären zu klein (und damit zu teuer) und werden deshalb nicht genehmigt.</p>
<p><strong>Die Gesamtschule und das &#8220;gymnasiale Niveau&#8221;</strong></p>
<p>In den Aufbaukursen soll nun erstmals, wie es heißt, auf &#8220;gymnasialem Niveau&#8221; unterrichtet werden. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass Schülerinnen und Schüler auf den Stand des Gymnasiums in Klasse 10 gebracht werden. Das wäre völlig unrealistisch, denn dann müssten innerhalb eines Jahres alle Rückstände ausgeglichen werden, die sich in den vorhergehenden fünf Jahren gegenüber dem Gymnasium gebildet haben. Nein, es wird lediglich etwas mehr Stoff unterrichtet als in den EKs. Um jetzt den Sprung in die Oberstufe zu schaffen, braucht die Schülerin/der Schüler in den Hauptfächern (davon zwei aus Deutsch, Mathematik oder der Fremdsprache) drei Aufbaukurse mit insgesamt mindestens ausreichenden Noten (4 von 15 Punkten!).<br />
Kurz gesagt, der Eintritt in die Oberstufe nach Klasse 10 erfolgt nach einer schwachen, nur auf wenige Fächer bezogenen Vorbereitung auf die mittlere Reife. Ein Übergang in die Klasse 11 der gymnasialen Oberstufe ist in dem Fall illusorisch. In Frage käme höchstens eine Wiederholung der Klasse 10 am Gymnasium, aber selbst dann wären die Lücken bei den Gesamtschülern aller Wahrscheinlichkeit noch zu groß. Dieses Dilemma hat man frühzeitig erkannt. Deshalb wurden spezielle Gesamtschul-Oberstufen geschaffen, die im Verbund mit mehreren Gesamtschul-Standorten zusammenarbeiten, um ausreichend Schüler rekrutieren zu können. Solche Oberstufen bestehen aus den Klassen 11 bis 13, ermöglichen somit das Abitur nach 9 Jahren, also ein Jahr später als am Gymnasium.</p>
<p><strong>Anpassung nach unten</strong></p>
<p>Jetzt sollte man meinen, dass in diesen drei Jahren ordentlich rangeklotzt wird, um trotz der mageren Voraussetzungen das Abitur zu schaffen. Doch diese Annahme trifft erfahrungsgemäß auf den größten Teil dieser Oberstufenschülerinnen und -schüler nicht zu. Viele haben den Sprung in die Klasse 11 geschafft, ohne dass sie sich in der Mittelstufe groß anstrengen mussten. Schließlich war das Arbeitspensum auf Hauptschul- oder allenfalls Mittlere-Reife-Niveau zugeschnitten.<br />
Es hat sich also eine problematische Arbeitshaltung herausgebildet, die vielfach auch nach dem Eintritt in die Oberstufe beibehalten wird. Lehrkräfte an den Gesamtschul-Oberstufen sind verzweifelt. Doch die meisten passen sich angesichts der gewaltigen Defizite irgendwann den Gegebenheiten an und sehen sich gezwungen, die Anforderungen herunterzuschrauben. Schließlich hat man keine Lust, immer nur der &#8220;böse Lehrer&#8221; zu sein, der die schlechten Noten gibt. Sowas wird auch bei den Zeugniskonferenzen nicht gern gesehen. Wer dagegen viele gute Noten macht, gilt unterschwellig immer noch als guter bzw. erfolgreicher Pädagoge. Auf diese Weise machen letztlich fast alle ihr Abitur und hinterher fragt niemand mehr, wie sie das geschafft haben. Hauptsache ist: die Gesamtschule hat ihre Abiturienten.</p>
<p><strong>Zu wenig Anreize für leistungsstarke Kinder</strong></p>
<p>Um jetzt nicht falsch verstanden zu werden: Es geht mir nicht darum, die Gesamtschule schlecht zu reden. Wichtig ist es jedoch, auf negative Auswüchse aufmerksam zu machen. Für diese Fehlentwicklungen ist auch nicht die Gesamtschule verantwortlich, sondern die unselige Konkurrenz zum Gymnasium, das die guten Schüler vereinnahmt. Seitdem im Saarland die Gesamtschule zur Regelschule erklärt wurde, unterliegt sie zudem wie alle anderen Schulen den Spar-Restriktionen. Es ist daher einfach ein schlechter Witz, dass man zwar unbedingt Abiturienten vorweisen will, jedoch kein Geld investiert, um die in Frage kommenden Schüler entsprechend vorzubereiten. Aufbaukurse müssten m.E. spätestens in Klasse 8 einsetzen und nicht erst in 10. Auch auf die &#8220;Gefahr&#8221; hin, dass diese Kurse sehr klein werden könnten. Gute Schülerinnen und Schüler brauchen eine Herausforderung &#8211; und zwar so früh wie möglich. Die Fehler, die an der Gesamtschule gemacht werden, sollten sich an der Gemeinschaftsschule nicht wiederholen!</p>
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		<title>Gemeinschaftsschule &#8211; Zauberwort &#8220;Binnendifferenzierung&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 13:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muckraker</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gemeinschaftsschule]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schulreform]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass die wichtigsten schulpolitischen Entscheidungen von Leuten getroffen werden, die wenig oder nichts von der schulischen Realität wissen? Politiker, die seit ihrer eigenen Schulzeit noch nie eine Klasse von innen gesehen haben, sind davon überzeugt, für unsere Kinder das Richtige zu beschließen. Dabei verlassen sie sich gern auf jenes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass die wichtigsten schulpolitischen Entscheidungen von Leuten getroffen werden, die wenig oder nichts von der schulischen Realität wissen? Politiker, die seit ihrer eigenen Schulzeit noch nie eine Klasse von innen gesehen haben, sind davon überzeugt, für unsere Kinder das Richtige zu beschließen. Dabei verlassen sie sich gern auf jenes Bauchgefühl, das sie selbst noch von Schule haben oder sie schließen sich irgendwelchen Thesen an, die ihnen gerade ins (Spar)konzept passen. Ich habe noch nie erlebt, dass ein solcher Entscheidungsträger mal in die Schule gegangen wäre um dort die Lehrkräfte (geschweige denn die Schüler) zu fragen, was die denn von ihren Plänen halten und wie sie damit zurechtkommen könnten.</p>
<p>Auch beim Thema Gemeinschaftsschule beschleicht mich das ungute Gefühle, dass hier mal wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht werden soll. Denn es geistern inzwischen unreflektiert alle möglichen Vorschläge durch die saarländische Bildungslandschaft. Insbesondere einen müssen wir wohl ernst nehmen. Er verbirgt sich hinter dem Zauberwort <em><strong>Binnendifferenzierung</strong></em> oder auch <em><strong>innere Fachleistungsdifferenzierung</strong></em>.</p>
<p><strong>Die eierlegende Wollmilchsau</strong></p>
<p>Bei der inneren Fachleistungsdifferenzierung entfällt die Einteilung in Kurse für verschiedene Leistungsstufen (äußere Fachleistungsdifferenzierung). Der Klassenverband bleibt erhalten (Stichwort: gemeinsames Lernen). Um dennoch den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, Kenntnissen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, teilt man die Klasse in verschiedene Gruppen ein, die wiederum verschieden unterrichtet werden. Die Lehrkräfte sollen &#8211; so die Theorie &#8211; nach Möglichkeit jeden Schüler dort abholen, wo er steht. Das bedeutet konkret: unterschiedliche Unterrichtsvorbereitungen, unterschiedliche Hilfestellung und unterschiedliche Leistungsfeststellung. Zudem sollte natürlich immer darauf geachtet werden, dass keine Gruppe benachteiligt oder bevorzugt wird.</p>
<p><strong>Warum Binnendifferenzierung bei uns fast nie funktioniert</strong></p>
<p>Dahinter steckt die Erkenntnis, dass heterogene Leistungsgruppen gut voneinander lernen können. Entsprechende Erfahrungen gibt es z.B. an Schulen mit jahrgangsübergreifendem Unterricht. Die Jüngeren lernen von den Älteren und umgekehrt. Heterogene Gruppen müssen jedoch ausgewogen sein. Gesamtschulen, die sich die Schüler noch aussuchen können, legen bei der Aufnahme Wert auf einen sogenannten Drittel-Mix: ein Drittel mit Gymnasialempfehlung, ein Drittel mit der Eignung für die mittlere Reife und ein Drittel Hauptschüler. Von einer solchen Aufteilung kann jedoch an den saarländischen Gesamtschulen schon lange keine Rede mehr sein. Kinder mit Gymnasialempfehlung kommen kaum noch, sie werden nahezu komplett von den Gymnasien geschluckt. Lediglich an Gesamtschulstandorten mit wenig Gymnasien im Umkreis werden noch vereinzelt Kinder mit Gymnasialempfehlung angemeldet. Schon seit Jahren nehmen die saarländischen Gesamtschulen nur noch Kinder aus dem unteren Leistungsspektrum auf. Die meisten erreichen einen Hauptschulabschluss. Der Anteil der Mittlere-Reife-Absolventen beträgt allenfalls ein Drittel, wird allerdings oft &#8220;künstlich&#8221; erhöht.<br />
In solchen Klassen binnendifferenziert zu unterrichten ist mühselig, wenn nicht unmöglich. Es funktioniert allenfalls noch in Grundschulen mit entsprechend kleinen Lerngruppen. Selbst eine maximale Klassenstärke von 23 Schülern, wie sie von der Saar-SPD für die Gemeinschaftsschulen gefordert wird, wäre unter den heutigen Umständen noch zu groß. Zudem müsste die Unterrichtsverpflichtung der saarländischen Lehrkräfte (sie ist bundesweit mit die höchste) deutlich gesenkt werden, denn der Aufwand für den Unterricht steigt beträchtlich.</p>
<p><strong>Alles scheitert am Gymnasium</strong></p>
<p>Wenn die &#8220;Macher&#8221; der Gemeinschaftsschule den Klassenverband durchgängig aufrechterhalten und binnendifferenzierten Unterricht verbindlich machen wollen, geht das nur über wesentlich kleinere Klassen als bisher, für die entprechend mehr Lehrkräfte eingestellt werden müssten. Da viele Lehrerinnen und Lehrer nicht gelernt haben, binnendifferenziert zu arbeiten, ist auch die Teilnahme an <em></em>Fortbildungsveranstaltungen erforderlich. Doch letztlich nützt der ganze Aufwand wenig, wenn den Gemeinschaftsschulen die guten Schüler fehlen, die alle ans Gymnasium gehen. Und daran wird sich wohl kaum etwas ändern, solange die Vormachtstellung des Gymnasiums in seiner bisherigen Form als Instrument der (viel zu) frühen Auslese nicht angetastet wird.</p>
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