Bildungsnotstand im Saarland wird immer konkreter

Bei 16 Bundesländern mit 16 verschiedenen Bildungssystemen lohnt sich immer wieder der Blick über den Zaun. Die Landeselterninitiative für Bildung macht das regelmäßig und entdeckt dabei genauso regelmäßig Fakten, die für das Saarland nicht gerade schmeichelhaft sind.

Im Rahmen der Sozialberichterstattung der statistischen Ämter des Bundes und der Länder (Bezugsjahr 2006) wird diesmal nachgewiesen, dass im Saarland bundesweit die meisten Schüler frühzeitig die Schule verlassen. Die Statistik bescheinigt uns den niedrigsten Bildungsstand aller Bundesländer nach Bremen. Schlusslicht sind wir außerdem bei den Abschlüssen: 20,8 Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 25 Jahren verfügen über keinen Abschluss  im Sekundarbereich II (Abitur, Fachhoschulreife). Auch beim zweiten untersuchten Indikator, dem Anteil der 25- bis unter 65-Jährigen ohne beruflichen Abschluss und ohne (Fach-)Hochschulreife liegt das Saarland mit 21 Prozent auf einem traurigen zweitletzten Platz (Bundesdurchschnitt 17  %, bester Wert: Sachsen 5 %).

Die Landeselterninitiative für Bildung hat die Landesregierung im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die angekündigte Sozialstudie aufgerufen, vor der Wahl darzulegen, welche Anstrengungen sie für notwendig hält, um das Saarland aus dem „Bildungsarmutstal“ hinauszuführen.

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