Ab sofort werde ich persönlich!
Erstellt von Arno Malburg am Sonntag 19. Juli 2009
Liebe Leserin, lieber Leser,
erschrecken Sie nicht! Sie sind auf der richtigen Seite. Es handelt sich immer noch um PISAAR, den einzigen Internetauftritt, der sich ausschließlich mit saarländischer Bildungspolitik auseinandersetzt. PISAAR gibt es jetzt etwas länger als zwei Jahre. PISAAR sollte eigentlich eine Online-Zeitung werden, wird jedoch ab sofort ein Blog. Denn eine Zeitung braucht bekanntlich Redakteure. Doch wer möchte schon für eine Zeitung arbeiten, die nichts einbringt und nur Arbeit macht. Folglich bin ich bis heute der einzige Redakteur geblieben. Es gab zwar hier und da die Bereitschaft zur Unterstützung, aber die maßgeblich in Frage kommenden Personen hielten sich dezent zurück. Niemand war bereit, in ein Projekt einzusteigen, das erstmals Bildungspolitik einem breiteren Publikum zugänglich machen sollte. Ich bin trotzdem dran geblieben, angetrieben von der überraschend großen Resonanz: PISAAR hatte bisher fast 600 000 Besucher. Doch als berufstätiger Mensch mit einem Lehrer-Vollzeit-Job und noch dazu im fortgeschrittenen Alter stößt man dann irgendwann an seine Grenzen. Eine Zeitung, die ja auch einen gewissen Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit beinhaltet, lässt sich auf Dauer so nicht machen. Deshalb habe ich mich für die Form des Blogs entschieden.
Was ändert sich?
PISAAR wird daher auf alle Fälle persönlicher. Sie wissen genau, mit wem Sie es zu tun haben. Im Vordergrund stehen in Zukunft Meinung und Stellungnahme, ohne die Information dabei zu kurz kommen zu lassen. Ich werde mich jedoch bevorzugt auf die Informationen beziehen, die immer gern verschwiegen werden.
Das PISAAR zugrunde liegende Blog-System WordPress bietet jetzt eine sehr unkomplizierte Kommentar-Funktion, die hoffentlich rege genutzt wird. Alle bisher erschienen PISAAR-Beiträge bleiben erhalten und können auf dieser Seite ständig nachgeschlagen werden (Siehe auch rechts unter Bildungs-Links).
Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!
Obwohl ich mich über verhältnismäßig hohe Zugriffsraten freuen kann, vermisse ich konkrete Reaktionen. Kommentare waren bisher äußerst selten. Über die Gründe für diese Zurückhaltung kann man nur spekulieren. Doch sicherlich gibt es eine ganze Menge Leute, denen PISAAR ein Dorn im Auge ist. Und dort herrscht natürlich die Devise: lass dich auf sowas nicht ein! Dahinter steckt die begründete Angst, einen Stein ins Rollen zu bringen …
Dem sollten Sie entgegenwirken. Sie sind Eltern, Erzieher, Lehrer oder Schüler. Sie haben viel mehr zu sagen als ich jemals erfahren könnte. Teilen Sie es den anderen mit! Nur so macht dieser Internetauftritt letztlich einen Sinn.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude beim Lesen
Arno Malburg

Samstag 25. Juli 2009 um 12:30
Lieber Herr Malburg
Ich finde Ihre Seite wirklich gut und bewundere Ihr Engagement.
Unsere Grundschule wurde zur Dependance gemacht und dem GS Förderverein deshalb die Legitimation zum fördern unserer Kinder durch einen, von gewissen Personen, instrumentalisierten Rektor gänzlich entzogen.
Der Rektor hat uns tatsächlich einen Gesamt-Förderverein für den Hauptstandort und die Dependance vor die Nase gesetzt und versucht ständig die Mitglieder verbal und mit Drohungen zu beeinflussen aus unserem Verein aus zu treten. Er verbietet alles was für die Kinder veranstaltet werden soll und bewegt auch die Leher zu dieser Handlungsweise.
Also sind neben den Kinder, auch die für die ehemaligen Grundschulen gebildeten Vereine, die Verlierer dieser GS Reform.Leider……
Liebe Grüße
Sonntag 26. Juli 2009 um 16:06
Hallo Herr K.,
danke für Ihren Kommentar und den guten Hinweis. Die in 2005 beschlossenen Grundschulschließungen haben dazu geführt, dass von 269 Grundschulen 80 geschlossen und weitere 29 zu ständigen Depandencen herabgestuft wurden. Scheuern und Sotzweiler haben zum Ende dieses Schuljahres als letzte dicht gemacht. Mit den Schließungen gab es, wie Sie das sehr gut an Ihrem Beispiel fest machen konnten, eine ganze Reihe von unpopulären Maßnahmen und Verwerfungen. Die verantwortlichen Politiker hoffen wohl auf das Kurzzeitgedächtnis der Betroffenen, dürften sich damit aber täuschen …
Herzliche Grüße
Arno Malburg